Widerstand gegen Touristen auf der Rigi nimmt neue Fahrt auf
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Rigi-Bewohner René Stettler bekämpft den Massentourismus am Berg. (Bild: Bildmontage bic)

Zweite Petition noch erfolgreicher Widerstand gegen Touristen auf der Rigi nimmt neue Fahrt auf

1 min Lesezeit 4 Kommentare 21.11.2020, 08:59 Uhr

Die Petition «Rigi: 800’000 sind genug!» ist bereits von 3453 Personen unterschrieben worden. Sie fordert erneut mehr Qualität statt Quantität bei der Unternehmensstrategie der Rigibahnen. Diese reagieren irritiert.

Die Petitionäre wehren sich gegen die Ausbaupläne der Rigi Bahnen AG. Inzwischen sind bereits 126 Unterschriften mehr zusamme gekommen als bei der ersten Rigi-Petition «Nein! zu Rigi-Disney-World», wie sie am Freitag mitteilten.

Initiiert wurden beide Petitionen vom Aktionär René Stettler. Der Kulturwissenschafter fordert für die Rigi ein Tourismuskonzept für Rigi-Gäste mit längerer Aufenthaltsdauer, mit dem Fokus auf Naturerlebnis, Kulinarik, Gesundheit und ökologischem Bewusstsein.

Lokale Gäste machen 60 Prozent der Besucher aus

Frédéric Füssenich, CEO der Rigibahnen, ist verärgert über die medialen Vorwürfe – zumal die Stettler trotz mehrfacher Versuche Gespräche verweigere. In der «Luzerner Zeitung» betont Füsenich: «Der Inlandstourismus war und ist unser Hauptmarkt. Schon vor Corona waren 60 Prozent unserer Besucher Schweizer.» Lokale Touristen würden in keiner Weise vernachlässigt.

Auch Vorwürfe zu fehlendem Naturschutz weist der Geschäftsführer zurück: «Wir bauen kein Atomkraftwerk, sondern sind attraktives touristisches Ziel. Unsere Bauvorhaben entsprechen den Vorschriften», wird er weiter zitiert. Die 50-jährige Seilbahn sei einfach am Ende ihrer Lebenszeit und müsse ersetzt werden.

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4 Kommentare
  1. Peter Lehmann, 30.11.2020, 11:01 Uhr

    War gestern wieder mal auf der Rigi. Klar, Sonntag, Hochnebellage, da wollen alle auf die Rigi. Das wussten wir auch und haben uns entsprechend darauf eingestellt. Aber man muss trotz guter Einstellung vielen Leuten gegenüber festhalten, dass mehr sicher nicht geht. Die Restaurants waren völlig überfordert, die Bahn mit x Sonderwagen im Einsatz. Irgendwann verstehe ich, wenn genug einfach mal genug sein soll. Zum Glück für den Berg gibt es noch die weniger überfluteten Nebengipfel wie Hochflue oder mit Abstrichen Scheidegg.
    Für mich war’s auf jeden Fall auch für längere Zeit das letzte Mal, dass ich mir diesen Ansturm angetan habe. Günstig ist die Angelegenheit ja auch nicht gerade. Für die Gesellschaft und den Aktionär, sowie die weiteren Anrainer wünsche ich mir einen guten Kompromiss, mit dem alle leben können.

  2. paul, 22.11.2020, 16:44 Uhr

    ein berg opfern damit die restliche bergwelt entspannt bleibt finde ich io. die rigi ist im in und ausland bekannt und beliibt. so darf es such bleiben. so lange keine rollerbahnen und trottiapfahrten, discobeizen und judihujj entstehen ….

  3. Alexander Frei, 22.11.2020, 14:33 Uhr

    Herr Stettler, kehren Sie doch an den Diskussionstisch zurück! Die Rigibahn hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt und macht mir einen professionellen Eindruck als engagierten Akteur auf der Rigi und hat es verdient, einen fassbaren Gesprächspartner zu haben.
    Notabene: Vor 100 Jahren fuhr eine Dampfbahn von Kaltbad bis in die Scheidegg, es hatte Hotelkästen in Kaltbad, First und Scheidegg – davon sind wir heute weit entfernt. Mich freuen die Entwicklungen auf der Rigi – engagieren Sie sich auf Augenhöhe und nicht „hochintellektuell und unantastbar“.

  4. Laura Ulrich, 21.11.2020, 09:14 Uhr

    Rigi nur für Reiche ist die Idee dahinter.

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