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Rumänischer Bettler hält Zuger Polizei auf Trab Verhafteter Bettler ruft Kollege – dieser wird von der Polizei gesucht

2 min Lesezeit 23.11.2017, 11:55 Uhr

Wenn man von der Polizei gesucht wird und nicht erwischt werden möchte, ist es nicht die beste Idee, beim Polizeiposten aufzukreuzen. Genau das hat ein 19-Jähriger in Baar gemacht. Er wurde zwischenzeitlich in Haft genommen.

Diesen Mittwoch waren Polizisten zu Fuss in Baar auf einer Präsenzpatrouille, als sie an der Dorfstrasse auf einen Bettler aufmerksam wurden. Der Mann wurde angehalten und für eine Kontrolle auf die Polizeidienststelle Baar überführt. Weil der Rumäne gemäss einer Mitteilung der Zuger Strafverfolgungsbehörden nicht genug Geld auf sich hatte, um die Ordnungsbusse von 100 Franken für das unerlaubte Betteln zu bezahlen, avisierte er einen Kollegen. Seine Ausweise wurden bis zur Bezahlung der Busse zurückbehalten.

Der gebüsste 24-jährige Rumäne ging in der Zwischenzeit zur Post in Baar, kopierte weitere Bettelbriefe und bettelte am Bahnhof Baar weiter. Dabei wurde er von zivilen Fahndern beobachtet und erneut festgenommen. Bürger, die seine Verhaftung mitbekamen und zuvor vom Bettler bedrängt worden waren, zeigten sich laut Polizei sehr erfreut über den Polizeieinsatz.

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19-Jähriger war im Fahndungssystem ausgeschrieben

Auf dem Polizeiposten wurde dem 24-Jährigen eine weitere Busse wegen Betteln ausgestellt. Als wenig später sein Kollege, ein 19-jähriger Landsmann, eintraf und die Ordnungsbussen für ihn beglich, stellten die Polizisten fest, dass der 19-Jährige wegen nicht bezahlter Bussgelder in der Höhe von rund 1’500 Franken im Fahndungssystem ausgeschrieben ist. Folglich wurde er in Haft genommen. Der 24-Jährige hingegen wurde vom Amt für Migration mit einer Ausreisekarte bedient und entlassen mit der Auflage die Schweiz am Mittwochabend bis um Mitternacht zu verlassen.

Im Verlaufe des Abends tauchte der 24-Jährige erneut bei der Polizei auf und bezahlte den offenen Betrag von rund 1’500 Franken für den 19-Jährigen. Anschliessend durfte dieser die Strafanstalt wieder verlassen

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