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Trotz Elend auf der Welt – Luzern will Zeichen setzen
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Eine Projektklasse einer Luzerner Privatschule hat im Rahmen der «Lucerne Peace Days» Werbeplakate gestaltet. (Bild: zvg)

Leuchtenstadt wird zur «City of Peace» Trotz Elend auf der Welt – Luzern will Zeichen setzen

3 min Lesezeit 18.09.2015, 20:45 Uhr

Frieden ist möglich. Unter diesem Motto finden vom 19. bis 21. September die «Lucerne Peace Days» statt. Kunst, Musik und Kinder sollen dabei zeigen, dass in einer Zeit, in der sich die Meldungen über Kriege, Flüchtlingsströme und Armut häufen, auch ein idealer Zustand – Frieden – keine Utopie sein muss.

Was für Schöngeister wollen uns jetzt schon wieder die heile Welt weismachen? Ein Blick in die Zeitungen zeichnet heutzutage ein sehr düsteres Bild der Welt. Es herrscht Not und Elend auf den verschiedensten Erdteilen unseres Planeten. Was können hier die «Lucerne Peace Days» überhaupt bewirken? Und warum ausgerechnet Luzern?

Hans Farman, Präsident der «Perspective Association» und auch Leiter des Organisationskomitees der Lucerne Peace Days, erklärt, dass die «Peace Days» von langer Hand geplant seien. «Am 21. September ist der UNO-Weltfriedenstag und dieser soll der Höhepunkt des Anlasses darstellen.» Eine vorsätzliche Verbindung mit den aktuellen Ereignissen besteht also nicht, obwohl das Thema Frieden natürlich zur Zeit wieder an dringender Aktualität gewonnen hat, stellt Farman fest.

In einer Videobotschaft richtet sich Farman an die Besucher:

Frieden trägt jeder in sich

«Dass wir realitätsfremd seien, hören wir ständig», sagt Farman. Dies sei aber keinesfalls so: «Die Vorstellung von Frieden, welche wir aufzeigen wollen, ist einfach eine andere.» Frieden sei demnach nicht nur die Abwesenheit von Konflikten oder Gewalt, etwa ein Waffenstillstand, sondern dessen Idee schlummere in jedem Menschen. «Alle Menschen tragen den Frieden in ihren Herzen.»

«Alle Menschen tragen den Frieden in ihren Herzen.»

Hans Farman, Präsident der perspective Association

Es klingt wirklich überzeugend, wie Farman über Respekt und Würde jedes einzelnen Menschens spricht. Konkrete Verknüpfungen mit dem Tagesgeschäft macht er keine. «Wir haben keine sicherheitspolitischen Ratschläge oder Forderungen», erklärt er. Der Verein Perspective Association sei politisch völlig neutral.

Die Leuchtenstadt wird zur Stadt des Friedens

Hans Farman, Leiter des Organisationskomitees der Lucerne Peace Days.

Hans Farman, Leiter des Organisationskomitees der Lucerne Peace Days.

(Bild: zvg)

An diesem Wochenende wird nun also in und vor der Kornschütte ab Samstag, 16.30 Uhr ein Zeichen gesetzt. Am Sonntag beginnen die Aktivitäten um 13 Uhr und montags bereits um 10 Uhr. «Luzern eignet sich als Leuchtenstadt besonders dazu, eine ‹City of Peace› zu werden», so Farman. Licht, welches die Dunkelheit vertreibt: Auch hier schwingt eine ordentliche Portion Pathos mit. Rund 200 Menschen engagieren sich ehrenamtlich für den Anlass. Darunter Persönlichkeiten wie Andy Wolf, Stadträtin Ursula Stämmer-Horst, Alexander Gonzales als Präsident des Wirtschaftsverbandes Luzern oder FCL-Spieler Tomislav Pulijc.

Das Programm der «Lucerne Peace Days» ist vielfältig. Farman erklärt die drei Säulen: music4peace, art4peace und kids4peace. «Musikalische und künstlerische Beiträge von Künstlern aus aller Welt werden geboten», gibt Farman stolz preis. «Zudem haben wir Schulkinder zum Mitmachen eingeladen.» In Projektklassen haben diese Plakate gestaltet, um auf den Anlass aufmerksam zu machen. Sogar Schülerbands und Tanzgruppen hätten sich gegründet, so Farman.

Der Höhepunkt des Anlasses findet am kommenden Montag anlässlich des UNO-Weltfriedenstag statt. Über hundert Schüler hätten eigene Karten mit Friedensbotschaften verfasst und wollen damit ein Zeichen gegen den würdelosen Umgang mit Menschen setzen. Treffpunkt ist am Montag um 15.30 Uhr am Theaterplatz. Um 16.15 Uhr wird es auf dem Rathaussteg eine Gedenkminute geben, um allen leidenden Kindern dieser Welt zu gedenken. Mit einer grossen Ballonaktion werden dann um 16.30 Uhr, nach der Rede zum Weltfriedenstag durch Stadträtin Ursula Stämmer-Horst, diese Herzens-Botschaften der Kinder in alle vier Himmelsrichtugen hinausgeschickt.

Hier gehts zum Programm der «Lucerne Peace Days»

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