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Stadtrat will öffentliche Badeplätze noch nicht aufwerten
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Der Stadtrat will die Badeinfrastruktur an der Ufschötti nicht ausbauen. (Bild: zvg)

Immerhin ein WC für die Tribschenwiese Stadtrat will öffentliche Badeplätze noch nicht aufwerten

2 min Lesezeit 18.05.2020, 17:22 Uhr

Der Luzerner Stadtrat will die Infrastruktur bei öffentlichen Badeplätzen nicht aufwerten. Dies hat mit juristischen Gründen und mit dem Uferschutz zu tun. Ganz abschreiben muss man Verbesserung aber noch nicht.

Geht es nach der SP, sollen die öffentlichen Badeplätze in der Stadt Luzern fortlaufend den sich verändernden Bedürfnissen anpassen. So sollen beispielweise Toilettenanlagen installiert oder der Zugang zum Wasser vereinfacht werden. Dazu hat die Partei im Herbst ein Postulat eingereicht.

Jetzt liegt die Antwort des Stadtrates vor. Die Regierung will von den Vorschlägen der SP nichts wissen. So lehnt sie einen Steg an der Ufschötti ebenso ab wie ein erleichterter Seezugang bei der Tribschenwiese. «In der näheren Umgebung befinden sich bereits Angebote, welche diesem Bedürfnis entsprechen», schreibt der Stadtrat. In den Sommermonaten werde jedoch das Mähintervall der Tribschenhorn-Wiese zugunsten einer besseren Nutzbarkeit als Liegewiese angepasst und eine temporäre Toilette aufgestellt.

Rechtliche Überlegungen und Naturschutzgründe

Dass der Stadtrat nicht stärker tätig werden will, hat insbesondere mit der Sicherheit und der damit verbundenen Haftungsfrage sowie mit Überlegungen zum Naturschutz zu tun. Beim ersten Aspekt geht es darum, dass sich die freien Badeplätze von den Badeanstalten mit Eintritt betreffend Infrastruktur klar unterscheiden sollen.

Denn sonst würde das Risiko bestehen, dass die Stadt als Grundeigentümerin im Schadensfall die Haftung übermehmen müsste. «Wird das Werk jedoch zweckfremd genutzt, so entsteht keine Haftung, da die zweckfremde Nutzung in der Eigenverantwortung der Benutzer und Benutzerinnen liegt», führt der Stadtrat aus.

Langfristiges Projekt könnte Abhilfe schaffen

Da das Gebiet Tribschen in einer Uferschutzzone liegt, sind aus umweltschützerischen Überlegungen bauliche Massnahmen gemäss Stadtrat nur in Ausnahmefällen möglich. Ähnlich sei die Situation auch auf der anderen Seeseite. Bei der Lidowiese handle es sich um eine «ökologisch wertvolle Flachwasserzone», heisst es aus dem Stadthaus.

Ganz abschreiben müssen sich die Badefreudigen mögliche Verbesserungen aber noch nicht. Ein langfristiges Projekt will nämlich die gesamte Zone am linken Seeufer aufwerten (zentralplus berichtete). Dazu werden laut Stadtrat auch die Nutzerinnen und Nutzer der Anlagen nach ihren Wünschen befragt.

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