Leserbrief: Maria Hügin Birrer zu Kinderbetreuung Stadt Zug hat Potential beim Angebot von Kinderbetreuung

2 min Lesezeit 27.08.2018, 20:16 Uhr

Die Stadtzugerin Maria Hügin Birrer wirbt für mehr langfristige Planungssicherheit für berufstätige Eltern, die ihre Kinder fremdbetreuen lassen möchten.

Für berufstätige Eltern ist Planung ein entscheidender Faktor in der Alltagsbewältigung. Das ist soweit unbestritten und leuchtet ein. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig das Zuger Schulsystem diesem Umstand gerecht wird.

Beispiel 1: Ob man einen der begehrten Plätze in der Freizeitbetreuung bekommt, erfahren Eltern erst kurz vor den Sommerferien. Und wenn man Ende Juni erfährt, dass das Kind leider keinen Platz in der Freizeitbetreuung bekommt, bleiben den Eltern keine zwei Monate, um entweder eine andere Betreuungsform zu organisieren oder aber den Job aufzugeben.

Beispiel 2: Das Kind braucht Logopädie? Zu Semesterbeginn bekommen die Eltern das Zeitfenster für die Therapie mitgeteilt und wenn sie das Pech haben, dass das Kind eine Schule ohne eigene Fachstelle Logopädie besucht (z.B. den Kindergarten im Hänggeli), sind die Eltern für den Weg verantwortlich. So kann es gut sein, dass Eltern in der ersten Woche nach den Sommerferien erfahren, dass ihr Kindergartenkind nach halbjähriger Wartezeit endlich in die Logopädie darf, dienstags von 10:30 – 11:15 Uhr verbunden mit der Aufforderung, das Bringen und Holen zu organisieren und dem Hinweis, dass es wohl eher keinen Sinn macht, das Kind danach nochmals in den Kindergarten zu bringen. Für berufstätige Eltern und ihre Arbeitgeber eine echte Herausforderung!

Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass Einsatzplanungen komplex sind und Zeit in Anspruch nehmen. Trotzdem bin ich der festen Überzeugung, dass die Schule mit pragmatischen Lösungen (z.B. Logopädie bei den Kindern im Kindergarten) und vorausschauender Planung und Kommunikation den Familien das Leben erleichtern kann. Und dass es genügend Betreuungsplätze geben muss, sodass die Eltern vor den Sommerferien erst gar nicht ins Bibbern kommen, versteht sich von selbst.

Maria Hügin Birrer, Kandidatin FDP Grosser Gemeinderat, Zug

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