Sport
Namensrechte werden kostspieliger

Für die Bossard-Gruppe wird der EVZ teurer

In Zukunft wird die Bossard-Gruppe mehr für die Namensrechte beim EVZ bezahlen müssen. (Bild: Archiv)

Gemäss der Stadt Zug wird das Namens-Sponsoring für das Stadion in Zukunft mehr kosten. Grund: die Erweiterung der Zuger Eishockey-Arena. Wie teuer ist es eigentlich, eine Arena zu benennen?

Das Heimstadion der Zuger wird vergrössert – von aktuell 7’200 Zuschauern auf 8’750! Der Baustart zur Erweiterung soll in der Saison 2025/26 erfolgen. Die Grösse der Halle soll ja auch eines Schweizer Topklubs würdig sein (zentralplus berichtete).

Ein Blick in die Finanzdaten zur Erweiterung der Bossard-Arena lässt nun aufhorchen. Stand heute kostet die Firma Bossard das «Naming» der Arena – der Betrag, dass man als Sponsor dem Stadion seinen Schriftzug verpassen darf – rund 250’000 Franken pro Jahr. In Zukunft ist aber ein Betrag von mindestens 300’000 Franken budgetiert – also 50’000 Franken mehr.

zentralplus hat bei der Stadt Zug nachgefragt und die Antwort bekommen: Es wird ab 2026 nicht nur teurer, vielmehr wird die Stadt Zug die Namensrechte neu ausschreiben.

Grund für die höhere Rechnung ist der sportliche Erfolg des aktuellen Meisters.

Ist der EVZ der Bossard-Gruppe mehr wert?

Verhandelt ist der künftige Betrag noch nicht, eines steht aber bereits fest: Die Bossard-Gruppe wird tiefer in die Tasche greifen müssen. Bleibt die Frage, ob das Unternehmen auch in Zukunft noch als Sponsor und damit Namensgeber des Meister-Stadions auftreten wird. zentralplus weiss: Es bekundet weiterhin Interesse.

Die Stadt Zug bestätigt nämlich, dass die Bossard-Gruppe bereits Interesse angemeldet hat und die Namensrechte auch in Zukunft halten möchte.

Ein Vergleich zeigt: Mit einer Weiterführung des Namensrechts an der Zuger Arena käme Bossard immer noch günstig weg. Der Swisspor AG mit Sitz in Steinhausen, die dem Fussballstadion auf der Luzerner Allmend den Namen gibt, kommt eine Rechnung in der Höhe von 500’000 Franken pro Jahr ins Haus geflattert. Der EV Zug ist also im Vergleich zum FC Luzern schon fast ein Schnäppchen – auch zu den zukünftigen Konditionen.

Ein NFL-Stadion kostet am meisten

International gesehen geht das «Naming Right» an einem Stadion erst recht ins Geld. Laut dem Fachportal «Sponsors» kostet es rund 6,4 Millionen Franken im Jahr, damit das Heimstadion des FC Bayern München Allianz-Arena genannt wird. Allerdings sei dazu erwähnt, dass der deutsche Serienmeister auch über ein um ein vielfach grösseres Marktpotenzial verfügt. Bayerns Widersacher Borussia Dortmund stellt 6,15 Millionen Franken in Rechnung.

Der bis jetzt höchste Betrag hat das Finanzunternehmen SoFi für das NFL-Stadion in Inglewood, vor den Toren von Los Angeles, bezahlen müssen. Pro Jahr sind dies 28,6 Millionen Franken. Da wirken die Beträge aus der Schweiz wie ein Trinkgeld!

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