Schöner wohnen in der Krise: Hauspreise in Luzern steigen
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Ein Haus mit Garten: Das wünschen sich immer mehr in Luzern. (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Mieter kommen besser weg Schöner wohnen in der Krise: Hauspreise in Luzern steigen

2 min Lesezeit 1 Kommentar 25.02.2021, 06:20 Uhr

Im Kanton Luzern steigt die Nachfrage nach dem eigenen Zuhause – nicht nur im Zentrum. Das dürfte auch mit der Corona-Pandemie zu tun haben, glauben Experten. Doch ein Haus leisten können sich immer weniger. Bei den Mieten hingegen drückt der Bauboom auf die Preise neu ausgeschriebener Wohnungen.

Das Bedürfnis nach einem schönen Zuhause ist in der Corona-Pandemie gewachsen. Zu diesem Schluss kommt die Luzerner Kantonalbank, die zusammen mit der Wüest Partner AG den Immobilienmarkt analysiert hat. Besonders die Nachfrage nach einem eigenen Haus oder einer Eigentumswohnung ist gestiegen.

Mit Folgen für das Bankkonto der Betroffenen. Das Angebot an Einfamilienhäusern ist «so dünn wie nie zuvor». Auf jedes ausgeschriebene Objekt kommen laut einem Bericht der «Luzerner Zeitung» fast zehn Suchabos – deutlich mehr als im schweizweiten Durchschnitt. Das lässt die Preise in die Höhe schnellen.

Kurzer Arbeitsweg ist nicht mehr so wichtig

2020 registrierte man in Luzern den stärksten Preisanstieg in den letzten zehn Jahren. Besonders in der Agglomeration – mit zehn Prozent – und in der Stadt sowie den umliegenden Seegemeinden – mit acht Prozent – zogen die Preise an. Aber auch ländliche Regionen im Kanton Luzern blieben von der Entwicklung nicht verschont.

Laut Experten fusst diese nicht nur auf dem Wunsch nach einem schönen Zuhause, sondern auch auf den tiefen Zinsen und der unsicheren Lage, die Investitionen in diese Anlagen begünstigt. Ebenso führt der Trend zu Homeoffice dazu, dass ein kurzer Arbeitsweg als Kriterium für den Wohnort an Bedeutung verloren hat.

Und die Menschen sind offensichtlich bereit, für die eigenen vier Wände tiefer ins Portemonnaie zu greifen: Im dritten Quartal 2020 ist laut Studie im Kanton Luzern eine durchschnittliche Eigentumswohnung zu einem 4,3 Prozent höheren Preis als im Vorjahr verkauft worden.

Wer eine neue Mietwohnung sucht, hat es einfacher als auch schon

Ein wenig anders ist die Situation im Mietermarkt. Dort blieb die Nachfrage unverändert – und das Angebot gross. Die Preise der inserierten Wohnungsmieten sanken 2020 laut der Untersuchung im Vergleich zum Vorjahresniveau um vier Prozent.

Weil zurzeit nach wie vor viele Mietwohnungen gebaut werden, rechnet die LUKB damit, dass die Angebotspreise weiterhin leicht rückläufig entwickeln könnten. Die abnehmende Zahl der Baugesuche für zusätzliche Mietwohnungen deute aber darauf hin, dass diese Entwicklung im Kanton Luzern dereinst nachlassen könnte.

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1 Kommentare
  1. Nora Walker, 25.02.2021, 08:51 Uhr

    Zu den genannten Gründen kommt hinzu, dass nur sehr wenige EFH gebaut werden, weil es dafür keinen Platz gibt bzw. Grundbesitzer lieber MFH errichten. Das Angebot an EFH bleibt sehr klein, dies bei stetig steigender Nachfrage. Deshalb werden die Preise nur eine Richtung kennen, Krise hin oder her (von der gut bis sehr gut Verdienende ohnehin nicht betroffen sind).

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