Regionales Leben
An einst berüchtigter Ecke von Luzern

In der Eisengasse entsteht ein Hotel mit Engadiner Charme

Bald soll hier ein Hotelangebot entstehen. (Bild: )

Schlafen über Capuns und Pizokel: Für das Lokal «Bündnerland Luzern» an der Eisengasse 15 in Luzern liegt ein Baugesuch auf. Fünf Zimmer für Hotelgäste sollen entstehen – und das an der einst zwielichtigsten Ecke von Luzern.

In Nachbarschaft von Magdi, Bijou und Down liegt ein Lokal, das schon fast die Tradition pflegt, sich immer wieder neu zu erfinden. Zu Beginn zeigte die Schrift über dem Eingang noch den Namen «Walliser Spycher», danach «Fondu House» und später «Swiss House».

Nichts ist eben fix, an der Eisengasse 15 – und so lebt auch der 24-jährige Fabian Dumitrache, der seit September im Lokal unter dem Namen «Bündnerland Luzern» Gäste begrüsst, diese Tradition weiter. Fondue gibt es nach wie vor an dem Ort, an dem der Käse in den letzten Jahren die Fäden zog. Aber eben auch Neues aus dem Kanton Graubünden. Da Dumitrache auch schon zwei Jahre in Flims gearbeitet hat, ist bei ihm auch eine Liebe zu Maluns, Pizokel und Capuns entstanden.

Fünf Mitarbeiterzimmer werden zu Hotelzimmern

Über dem Restaurant bestehen sieben Zimmer für Mitarbeiter. Fünf davon will Fabian Dumitrache als Gästezimmer umnutzen. «Wir bauen nichts um, sondern richten die Zimmer neu ein», sagt er.

Auch wenn für dieses Vorhaben nicht gerade Wände versetzt werden müssen, gilt es für die zukünftigen Hoteliers einige Hürden zu nehmen. Ein Beispiel: Wie können die Zimmer bei einem Brand evakuiert werden? Was sagt die Gebäudeversicherung? Im Brandfall führt der Fluchtweg 14 Meter über das Dach in Richtung Werchlaubengässli. Dort würden dann die Gäste von der Feuerwehr geborgen. Alle offenen Fragen der Behörden sind nun geklärt und das Baugesuch liegt noch bis am 19. November auf.

«Im Moment sind noch Gespräche mit den Nachbarn am Laufen, die noch offene Fragen haben», sagt Dumitrache. Im Baugesuch wird von einer «Umnutzung zu Airbnb» gesprochen. Die Zimmer, die entstehen, hätten aber nichts mit der Online-Plattform zu tun, sondern es sei effektiv ein Hotelbetrieb geplant, sagt Dumitrache. Wann die ersten Betten bezogen werden, können die Betreiber im Moment noch nicht sagen.

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