Regionales Leben
Demo für die Bewohner

«Eichwäldli bleibt»: 300 Demonstranten trotzen dem Regen

Ein bunter Haufen trotzte am Samstagnachmittag vom Eichwäldli her dem garstigen Wetter und zog durch das Industriequartier Richtung Neustadt. Sie demonstrierten für die Bewohner des «Eichwäldli» an der Murmattstrasse. Die Botschaft war klar.

Der Regenschirm war neben der Maske das Pflichtutensil an der bewilligten Demonstration für die «Eichwäldli»-Bewohnerinnen. Der guten Laune und dem zahlreichen Erscheinen tat der Regen aber keinen Abbruch.

Die Organisatoren mahnten die Teilnehmer, die geltenden Schutzbestimmungen einzuhalten. Auch die, die sich sonst gerne über Regeln hinwegsetzen, trugen Maske.

Die Rede hätte sie schon einmal fast genauso gehalten, sagte die Sprecherin dann ins Mikrofon: Stichworte wie «Baudirektion», «Bewilligung» oder «Politik» fielen im Zusammenhang mit der «Zwischennutzung» an der Murmattstrasse, deren Bewohner auf ihr «Bleiberecht» pochen, mehrmals.

Der Stadtrat setzt eine – letzte – Frist

So scharf die folgenden Worte in die Richtung der offiziellen Stadt, so laut, aber friedlich verlief der Demonstrationsumzug. Wie immer sind Schätzungen schwierig, 200 bis 300 Personen dürften es aber schon gewesen sein. Darunter Jugendliche und solche, die mindestens doppelt so alt waren. Auch Familien und Velofahrer reihten sich ein. Aus den Boxen wechselte sich Techno mit Mani Matter ab, bis die Band mit Live-Musik übernahm und sich der alte Hürlimann-Traktor in Bewegung setzte.

Die Stadt Luzern hat am Freitag – einmal mehr – die Frist verlängert, bis zu der die rund 15 Bewohner aus der Soldatenstube ausziehen müssen. Neu müssen die Bewohner bis Mitte Februar ausgezogen sein (zentralplus berichtete). Es sei die letzte Frist, so der Luzerner Stadtrat. Die Botschaft der Demonstration allerdings war eine andere.

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