Eichwäldli-Bewohner dürfen bis Mitte Februar bleiben
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Die Zwischennutzung im Eichwäldli wird bald Thema im Grossen Stadtrat Luzerns. (Bild: ida)

Wegen Debatte im Grossen Stadtrat Eichwäldli-Bewohner dürfen bis Mitte Februar bleiben

2 min Lesezeit 3 Kommentare 29.01.2021, 09:52 Uhr

Eigentlich sollte die «Familie Eichwäldli» das Feld bis am Montag räumen. Doch der Stadtrat setzt eine neue Frist bis am 15. Februar. Grund dafür ist die Debatte im Grossen Stadtrat.

Der Grosse Stadtrat wird sich an seiner nächsten Sitzung am 4. Februar auch mit der Soldatenstube am Murmattweg 2 befassen, die aktuell von der «Familie Eichwäldli» bewohnt wird. Er will dann das dringlich eingereichte Postulat «Ergebnisoffene Zwischennutzung am Murmattweg 2 ermöglichen – Abriss auf Vorrat verhindern» behandeln. «Um eine offene parlamentarische Debatte zu ermöglichen», hat der Stadtrat die Abnahme des Gebäudes neu auf den 15. Februar festgelegt, wie er am Freitag mitteilt.

Ursprünglich setzte der Stadtrat die Frist auf den 1. Februar. SP und Grüne wehrten sich dagegen und setzen sich dafür ein, dass das Haus teilweise und zumindest noch eine Weile lang genutzt werden kann (zentralplus berichtete). Für den Samstag ist eine Demonstration der «Familie Eichwäldli» angekündigt.

Abriss ist praktisch beschlossene Sache

Die Gruppe «Familie Eichwäldli» bewohnt seit rund zwei Jahren das Gebäude am Murmattweg 2. Die Stadt Luzern ermöglichte das Projekt, indem sie das Haus den Bewohnerinnen und den Bewohnern mit einem Gebrauchsleihvertrag überlassen und die für einen Zeitraum von zwei Jahren nötigen statischen Massnahmen veranlasst hat. In diesen zwei Jahren wurden auch eine Fortführung des Projekts geprüft und die dazu nötigen technischen und rechtlichen Abklärungen getätigt.

In der Folge hat der Stadtrat entschieden, dass die dazu nötigen Investitionen nicht verhältnismässig wären. Ende September 2020 ist der Gebrauchsleihvertrag ausgelaufen. Die Stadt hat der «Familie
Eichwäldli» für den Auszug eine viermonatige Frist bis Ende Januar 2021 gewährt. In den letzten Wochen hätten sich Partner, Parteien, Gruppierungen und Privatpersonen über Briefe und öffentlich zum Thema geäussert.

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3 Kommentare
  1. ÖffÖff, 29.01.2021, 13:50 Uhr

    Dieser Klientelismus von Rot/Grün in der Stadt Luzern ist mittlerweile einfach unerträglich. Die Ungleichbehandlung, Bevorzugung und Protegierung marginaler Partikularinteressen ist ein unglaublicher Skandal. Rot/Grün kommt mir nimmer mehr auf einen Wahlzettel!

    1. Elmo, 29.01.2021, 15:04 Uhr

      Die rechtsbürgerliche Sauhäfeli-Saudeckeli Lobbypolitik ist unerträglich, die Ungleichbehandlung, Bevorzug des eigenen Klientels ist skandalös. Die kamen mir noch nie auf den Wahlzettel.

  2. Eich Wäldler, 29.01.2021, 10:35 Uhr

    Danke, danke…… Aber all die Gratulationen sind mir unangenehm. Das, was ich schon immer prophezeit habe, ist natürlich wieder mal eingetroffen! Hat wirklich jemand gedacht, die Stadt Luzern sorge plötzlich für Recht und Ordnung, wenn es um „alternative Menschen und ihre Lebensformen“ auf Kosten der Steuerzahler geht? Never! Da kommt der, der an seinem Gartenhäuschen hinter dem Sedel eine falsche Türklinke montiert noch vorher vor den Kadi. Kann ja nicht sein, dass der sich über das Gesetz stellt. So, ich gehe jetzt noch schnell einen Lottoschein ausfüllen, läuft gerade irrsinnig bei mir.

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