Politik
Wegen Buschbränden in Australien

Mahnwache vor dem Glencore-Sitz in Baar

«Kohle im Boden lassen»: Demo vor dem Glencore-Hauptsitz. (Bild: zvg)

Der Rohstoff-Gigant Glencore sei ein Mitverursacher der Klimakatastrophe: Angesichts der verheerenden Brände in Australien hat am Sonntagabend darum eine Aktivisten-Gruppe einen Trauermarsch vor den Hauptsitz unternommen.

Mit dem Trauerzug und der Mahnwache forderten die Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten, dass sich Glencore öffentlich zur Einhaltung der Pariser Klimaziele bekenne und aus dem Kohlegeschäft aussteigt.

Über 70 mehrheitlich schwarz gekleidete Teilnehmende marschierten mit Kerzen, Kreuzen und Plakaten vom Zuger Bahnhofplatz vor den Glencore-Sitz in Baar. Dies in Gedenken an die 27 menschlichen und geschätzten über eine Milliarde tierischen Verbrennungsopfer der verheerenden Buschbrände in Australien.

Die Mahnwache vor dem Glencore-Hauptsitz. (Bild: zvg)

Der Zuger Rohstoff-Konzern sei mit der Kohleförderung in Australien ein bedeutender Mitverursacher der Klimakatastrophe, teilten die Aktivisten mit. Die vom Unternehmen 2018 allein in Australien geförderten 104 Millionen Tonnen Kohle würden viermal mehr CO2 verursachen als die ganze Schweiz in einem Jahr.

«Lokale Politik in der Verantwortung»

«Glencore hatte in den letzten Jahren sein klimaschädigendes Geschäft weiter ausgebaut und mit einer PR-Kampagne Einfluss auf die australische Politik und Öffentlichkeit genommen, um Klimaschutzmassnahmen zu verhindern», kritisieren die Aktivisten.

Trauermarsch wegen den Bränden in Australien. (Bild: zvg)

Die Organisatoren – darunter verschiedene Klima- und Naturschutz-Organisationen – riefen zum friedlichen Anlass auf, der mit den Behörden abgesprochen gewesen sei.

Auch der Zuger ALG-Kantonsrat Andreas Lustenberger unterstützte die Aktion und sieht die lokale Politik in der Verantwortung: «Indem wir Konzerne wie Glencore mit tiefen Steuern in ihren Geschäftspraktiken unterstützen, tragen wir eine Mitverantwortung für das immense Leid.» Er fordert die Zuger Regierung auf, diesbezüglich umgehend Gespräche mit Glencore aufzunehmen. 

Auch Nationalrätin Manuela Weichelt-Picard (ALG) war dabei:

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