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Pilatus-Arena: Stadt Kriens erhält 5,6 Millionen Franken
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So soll das Gebiet Mattenhof II künftig aussehen: Blick vom Bahhof Mattenhof auf die Wohntürme und die Pilatusarena (Bild: zvg)

Fragen zu Verkehr und Grünflächen geklärt Pilatus-Arena: Stadt Kriens erhält 5,6 Millionen Franken

4 min Lesezeit 2 Kommentare 25.05.2020, 11:42 Uhr

Im Juni entscheidet der Krienser Einwohnerrat über die Verabschiedung des Bebauungsplans für die Pilatus-Arena. Bei offenen Fragen zur Entschädigung der Stadt oder zum Mehrverkehr konnte sich der Stadtrat mit den Investoren einigen.

Nimmt die geplante Pilatus-Arena im Gebiet Luzern Süd in Kriens bald die nächste Hürde? Jedenfalls diskutiert der Einwohnerrat an seiner Juni-Sitzung den überarbeiteten Bebauungsplan und die Zonenänderung des entsprechenden Areals. Bei seiner ersten Lesung hatte der Rat verschiedene Bemerkungen eingebracht und Ergänzungen verlangt, welche im weiteren Planungsprozess berücksichtigt wurden und nun zur Abstimmung vorgelegt werden.

Hauptgesprächsthemen waren im vergangenen November Fragen zu Sozialräumen sowie der Grün- und Spielflächen rund um die geplante Arena, die Mehrwertabgabe, Veloparkplätze und die Verkehrslenkung des Event-, Lastwagen- und Busverkehrs.

5,6 Millionen für die Stadt Kriens

Zu reden gab insbesondere die Höhe der so genannten Mehrwertabgabe, welche die Investoren der Gemeinde für die Bebauung des Areals entrichten müssen. Der Stadtrat hat deshalb mit den Initianten des Projektes die Frage der Mehrwertabschöpfung weiterverhandelt, wie es in einer Mitteilung der Stadt heisst.

Das Ergebnis: Es wird der volle Mehrwertausgleich von 5,675 Millionen Franken gezahlt. Dieser berechnet sich aus 20 Prozent des Mehrwertes, der durch die Bebauung entsteht. Dies ist gesetzlich so vorgeschrieben. Der Betrag schliesst alle Vorleistungen der Initianten mit ein, die nicht direkt mit der Arena verbunden sind.

Deutlich mehr Veloparkplätze

Viele Fragen rund um den Verkehr, die in Zusammenhang mit der Arena bei der ersten Lesung diskutiert wurden, konnten gemäss Stadt ebenfalls weiterbearbeitet werden. «Die Initianten zeigten damit, dass sie die Anliegen aus dem Stadtparlament ernst nehmen. So etwa wurde die Zahl der Veloparkplätze von 1’170 auf 1’549 erhöht», zeigt sich der Stadtrat erfreut. Zudem sei das Mobilitätskonzept für die Lenkung der Personenwagen bei Events verfeinert und Betriebskonzepte je nach Grösse der Veranstaltung ausgearbeitet worden.

Auch die Forderung nach einer Freizeitanlage für die Menschen im Quartier wurde vom Stadtrat vertieft geprüft. Das Gesamtareal Grabenhof/ Hinterschlund hat laut Stadtrat dabei erste Priorität. Das Gelände befindet sich im Besitz der Stadt Luzern.

Stadt Luzern wird miteinbezogen

Der Krienser Stadtrat hat deshalb mit den Kollegen der Stadt Luzern eine Absichtserklärung abgeschlossen, mit der die gemeinsame Erarbeitung des nächsten Planungsschritts (Machbarkeitsstudie, Testplanung oder Studienauftrag) für die Entwicklung der Areale Hinterschlund und Grabenhof (inklusiv der im Zusammenhang mit der Pilatus Arena geforderten Spiel und Freizeitanlage) vereinbart wird. Die finanziellen Mittel für die Umsetzung einer Spiel- und Freizeitanlage werden aus dem Mehrwertfonds entnommen.

Die Idee eines Quartiertreffpunktes wurde an der Einwohnerratssitzung ebenfalls diskutiert, aber noch nicht entschieden. Die Bauherrschaft möchte diese Frage im Rahmen der Detailplanung vertieft prüfen und unter betrieblichen Gesichtspunkten beurteilen.

Hat das Volk das letzte Wort?

Stimmt der Krienser Einwohnerrat dem Geschäft auch in zweiter Lesung zu, beginnt die Frist für ein allfälliges fakultatives Referendum und die Frist für eine allfällige Verwaltungsbeschwerde. Werden diese nicht ergriffen, geht der Bebauungsplan zur Genehmigung an den Regierungsrat. Genehmigt dieser den Bebauungsplan, kann das Baubewilligungsverfahren starten.

Weiter liegt noch eine Einsprache vor, bei welcher keine gütliche Einigung herbeigeführt werden konnte. Sie bezieht sich weniger auf das Projekt der Pilatus Arena an sich, als vielmehr auf übergeordnete orientierende Planungen, welche Nachbarareale betreffen. Gemäss der «Luzerner Zeitung» befürchtet eine Firma, dass Besucher der Arena ihr Auto im Quartier abstellen würden. Deshalb fordert sie 200 zusätzliche Parkplätze bei der Überbauung . Der Stadtrat beantragt jedoch die Abweisung der Einsprache, da das Gebiet gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen sei.

Stadtrat: «Alle wichtigen Bedingungen sind erfüllt»

Der Stadtrat ist jedenfalls überzeugt, dass mit den erzielten Verhandlungsergebnissen alle Bedingungen erfüllt sind, welche das Parlament bei der ersten Lesung formuliert hatte. Kriens sei bereit, Standort dieser national wichtigen Sport- und Eventinfrastruktur zu werden, weil sich daraus grosse Chancen ergeben.

Der Stadtrat schreibt in seinem Bericht und Antrag an das Parlament, dass er in «konstruktiven Gesprächen» mit den Beteiligten einen grossen Willen feststellen konnte, dieses Projekt mit nationaler Ausstrahlung an diesem Standort realisieren zu können. Es sei spürbar, dass die Aussicht auf eine Multisportarena am Mattenhof mit Vorzeigecharakter den Weg zu konstruktiven Lösungen in vielen Fragen geebnet habe.

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2 Kommentare
  1. Kasimir Pfyffer, 25.05.2020, 15:50 Uhr

    Der schon bald gewesene Stadtrat (mit Betonung auf Stadt!) hat sich u. a. mit der Bewilligung solcher Fürze komplett unglaubwürdig gemacht.

  2. Hans Hafen, 25.05.2020, 15:13 Uhr

    Wie wunderbar! Noch ein gigantisches, völlig unnützes und an jeglicher Nachfrage zielsicher vorbeigebautes Hochhaus à la Matteo. Mattscheibe im Oberstübchen? „Kaufen für den Müll“ erhält hier sein pendant mit „Bauen für den Securitas-Nachtwächer“!

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