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Touring Club schiesst gegen Verkehrskonzept

Am Dienstag endet die Vernehmlassungsfrist für das Gesamtverkehrskonzept Agglomerationsgemeinden Luzern (GVK).  Der Touring Club (TCS) lehnt es ab, schreibt er in einer Medienmitteilung. Die Verkehrspolitik der Stadt Luzern entwickle sich aus Sicht des TCS seit längerem in die falsche Richtung.

«Der motorisierte Individualverkehr (MIV) wird mit verschiedenen Massnahmen immer mehr aus dem Stadtzentrum verdrängt. Auch der TCS unterstützt einen intakten und gut ausgebauten öffentlichen Verkehr (öV). Dieser darf aber nicht einseitig und ständig zu Lasten des MIV gefördert werden», schreibt der Club. Die im GVK enthaltenen Schlussfolgerungen und Massnahmen werden vom TCS deshalb kritisiert. Die Haltung des TCS werde von den Partnerverbänden ACS, ASTAG und dem Info-Forum Freies Unternehmertum (IFU) im Grundsatz geteilt. Auch der kantonale Gewerbeverband protestiert scharf gegen das Konzept, wie zentral+ bereits vermeldete.

Die vorgeschlagenen Instrumente wie Dosierungen, Priorisierungen und Verlagerungen gingen einseitig zu Lasten des MIV. «Die Kapaziät für den MIV wird massiv eingeschränkt. Vor diesem Hintergrund überlegt sich der TCS, mit einer neuen Organisation Gegensteuer zu geben.»

Lösungsansatz  «Grosskreisel Neustadt»

Neben den aufgeführten Kritikpunkten vermisst der TCS beim Gesamtverkehrskonzept innovative Lösungsansätze, die «über den Tellerrand» blicken und mithelfen könnten, die künftigen Herausforderungen der Luzerner Verkehrspolitik aufzugreifen. In eine solche Richtung gehe das Projekt «Grosskreisel Neustadt», das der TCS von externer Stelle beurteilen liess. «Ein Vorteil einer neuen Verkehrsführung wäre, dass der Verkehr entflechtet würde, sodass MIV, öV und Langsam- verkehr gleichermassen profitieren würden. Konflikte an Kreuzungen würden entschärft und der Verkehrsfluss verbessert», wird Sektionspräsident Peter Schilliger in der Mitteilung zitiert.

 

 

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