Zwei Komitées fusionieren

Krienser bündeln ihre Kräfte im Kampf um den Bypass

Räto Camenisch (links) übergibt die Leitung des Komitées an Michèle Albrecht.

Zwei Komitées setzen sich – neben der Stadt Kriens – für eine Verbesserung des Bypass-Projektes ein. Jetzt tun sie sich zusammen. Und zwar unter der Leitung von CVP-Einwohnerrätin Michèle Albrecht.

«Bypass – so nicht»: Unter diesem Namen hat sich in Kriens schon vor 10 Jahren eine geschlossene Allianz aller Krienser Parteien gebildet, die sich seither für Verbesserungen des Autobahn-Projektes «Bypass» einsetzt. Das Komitee stand zuletzt unter der Leitung von Kantons- und Einwohnerrat Räto Camenisch (SVP) und Anita Burkhardt-Künzler (CVP).

Die historische Geschlossenheit der Krienser Politik hat ihren Grund: Das Autobahn-Projekt Bypass hat für Kriens als Standortgemeinde des Autobahnabschnittes massive Auswirkungen - während des Baus, aber auch im anschliessenden Betrieb, der auf noch grössere Verkehrsmengen als heute ausgerichtet ist.

Einhausung der Autobahn gefordert

Mit der Gruppierung «Chance Bypass» formierte sich in Kriens vor einem Jahr eine zweite Bewegung. Auch sie hatte nicht die Absicht, das Autobahn-Projekt des Bundes zu verhindern. Vielmehr sah diese Gruppierung im Projekt die städtebauliche Chance, mit einer Komplettüberdachung (Einhausung) des heute im Siedlungsgebiet offen geführten Autobahnabschnitts eine alte Wunde zu schliessen.

Jetzt haben beide Gruppierungen beschlossen, ihre Kräfte zu bündeln. CVP-Einwohnerrätin Michèle Albrecht koordiniert die Bewegung. «Als Anwohnerin bin ich direkt von den Auswirkungen des Bypass betroffen», wird sie in einer Mitteilung zitiert. Und weiter: «Wir müssen jetzt zeigen, dass auch die Krienser Bevölkerung hinter dem Bypass steht, wenn dieser mit einer ganzheitlich gedachten und nachhaltigen Lösung umgesetzt wird.»

Das Komitee folgt in seiner Haltung dem Stadtrat Kriens, der die Realisierung des Projektes unterstützt, vorausgesetzt man nutze die Chance, in Kriens eine Stadtreparatur vorzunehmen. Die geforderte Einhausung schliesse eine alte Wunde, welche mit dem Bau der ersten Autobahn 1954 in der Schweiz entstanden sei.

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