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Alarmknopf, Kameras und Selbstverteidigung

Der Verein Lisa hat das Pilotprojekt des Beratungscontainers für Prostituierte im Ibach abgebrochen (zentral+ berichtete). Nun macht Jörg Stocker, ehemaliger Kommandant der Kantonspolizei Luzern, Vorschläge, wie die Sicherheit der Beraterinnen verbessert werden könnte. So sollen sie sich unter anderem in Selbstverteidigung ausbilden lassen.

Aus Angst bricht der Verein Lisa das Pilotprojekt des Beratungscontainers für Prostituierte im Ibach ab, nachdem Beraterinnen auf dem Strassenstrich bedroht wurden (zentral+ berichtete).

Bedrohungen keine Überraschung

Jörg Stocker, der während acht Jahren Kommandant der Kantonspolizei Luzern war, ist Beirat des Vereins Lisa und unterstützt diesen ideell. Dass die Mitarbeiterinnen bedroht wurden, hat ihn nicht überrascht. «In diesem Milieu gibt es immer Leute, die mitverdienen und die Organisationsstrukturen aufrecht erhalten wollen. Kontrollen jeglicher Art werden nicht geschätzt. Das dürfte der Hintergrund der Aggression sein», vermutet Stocker.

Stadt Luzern steht in der Pflicht

Stocker sieht drei Anhaltspunkte, um die Sicherheit zu verbessern. So könnte etwa ein Alarmknopf installiert werden, der garantiert, dass die Beraterinnen im Notfall schnell Hilfe bekommen. Zudem könne eine Kameraüberwachung am Container Sinn machen. Weiter schlägt Stocker eine minimale Ausbildung in Selbstverteidigung vor. Betreffend Finanzierung dieser Massnahmen sieht Stocker die Stadt Luzern in der Pflicht, wie er gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag» erklärt.

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