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9,14 Millionen für Hagelschäden im Kanton Zug

Die Schadenssumme bei der Gebäudeversicherung hat im Jahr 2013 massiv zugenommen, da es über dem Kanton Zug öfter und intensiver gehagelt und gestürmt hat als in anderen Jahren. Experten sagen eine weitere Steigerung voraus.

Max Uebelhart, Geschäftsführer bei der Gebäudeversicherung des Kantons Zug (GVZG), war mit Petrus auch schon zufriedener als im vergangenen Jahr. Denn dieser liess es 2013 über dem Kanton Zug öfter und intensiver hageln und stürmen als in anderen Jahren. Und deshalb musste Uebelhart tief in die Kasse greifen. Auf 12,3 Millionen Franken beläuft sich die Schadensumme, allein 9,14 Millionen hat die GVZG für so genannte Elementarschäden, zu welchen Hagelstürme zählen, bezahlt – drei Mal mehr als im Vorjahr.

Ähnlich hoch war die Summe einzig 2011 als ebenfalls insbesondere ein Hagelzug für Schäden von 8,3 Millionen Franken sorgte. Höher als 2013 fielen die Elementarschäden in den letzten zehn Jahren lediglich 2005 aus. Damals kam es im August zu grossen Überschwemmungen.

Lamellenstoren sollten bei Hagel oben bleiben

20 Minuten reichten, um die Bilanz 2013 zu verhageln. Am 1. Mai zog ein Sturm vom Napf her über den Ennetsee. 1800 Schadensmeldungen gingen innert kürzester Zeit bei der GVZG ein. Allein in Risch entstanden Schäden von 4,5 Millionen Franken. Dass es so teuer kommt, hat auch mit dem Fehlverhalten der Hausbesitzer zu tun. Denn statt die Storen oben zu lassen, wollen viele ihre Fenster vor den Hagelkörnern schützen. Dabei hätten diese das gar nicht nötig. «Wir hatten letztes Jahr keinen einzigen Glasschaden wegen Hagels», sagt Uebelhart gegenüber der «Neuen Zuger Zeitung». «Dafür hat es die Lamellenstoren von ganzen Gebäudefronten verhagelt.»

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