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Leserbrief von Zari Dzaferi aus Baar Neue Einkommensgrenze für Kita-Beiträge: «Weniger Sturheit hätte nicht geschadet»

2 min Lesezeit 26.10.2017, 08:17 Uhr

Anfangs Woche wurde bekannt, dass der Gemeinderat Baar die Einkommensgrenze für Kita-Beiträge erhöht hat und den Mittelstand so entlasten will. Ein guter Entscheid – der allerdings schon früher fällig gewesen wäre, findet Zari Dazferi, Präsident der SP Baar, in seinem Leserbrief.

«Ich freue mich, dass der Baarer Gemeinderat endlich Einsicht zeigt und die Einkommensobergrenze anpasst» (zentralplus berichtete). «Dies hätte er allerdings bereits beim Systemwechsel vor rund 18 Monaten tun können, wenn er auf die Forderungen der Familienkommission sowie der Baarer Parteien eingegangen wäre. Und nicht erst jetzt, wenn er im gleichen Atemzug eine Steuersenkung ankündet.»

Höhere Einkommensgrenze bereits vorgeschlagen

Die Familienkommission hatte nämlich damals die Initiative für einen Wechsel von der Subvention der Krippen hin zu Betreuungsgutscheinen für Eltern ergriffen und gleich vorgeschlagen, Einkommen bis 70’000 Franken zu subventionieren, damit auch der Mittelstand entlastet wird. Dafür sprachen sich in einer Vernehmlassung auch SP, ALG, CVP, FDP, die Kinder- und Jugendkommission und die Schulkommission aus. Der Gemeinderat legte jedoch von sich aus eine wesentlich tiefere Einkommensobergrenze von 60’000 Franken fest.

«Stur Sparstrategie verfolgt»

Die SP Baar kritisierte das Vorgehen des Gemeinderats scharf. Mehrmals wiesen wir daraufhin, dass mit dem Vorgehen des Gemeinderats die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschwert wird, und ausserdem die Baarer Kommissionen zur Alibiübung verkommen, wenn ihre Meinung derart missachtet wird.

Es ist bedauerlich, dass der Systemwechsel Mittelstandsfamilien schadete, nur weil der Baarer Gemeinderat die Warnrufe der Familienkommission sowie aller Baarer Parteien (ausser der SVP) ignorierte und stur seine Sparstrategie verfolgte. Insbesondere, wenn er nun als Folge seines Sparwahns erneut die Steuern senken muss.»

Zari Dzaferi, Präsident SP Baar

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