Mit positiver Energie weiterkämpfen
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Dan Tangnes und seine Spieler scheinen bereit für die nächsten Spiele. (Bild: Claudio Thoma/freshfocus)

Der EV Zug brennt auf Eiszeit Mit positiver Energie weiterkämpfen

3 min Lesezeit 09.11.2020, 17:23 Uhr

Nach fünf Tagen vorsorglicher Quarantäne hat ein Grossteil des EVZ National League Teams am Mittwoch, 4. November, das Training wieder aufnehmen können. Die Spieler brennen darauf, das Eis wieder zu rocken und am Dienstag, 10. November, gegen den EHC Biel wieder in den Spielbetrieb einzugreifen.

Die Zuger durchlebten in den letzten zwei Wochen sicherlich ein Wechselbad der Gefühle. Nach zwei starken Auftritten und deutlichen Siegen gegen Meisterschaftsmitfavorit ZSC Lions folgte zunächst der sportliche Dämpfer mit dem überraschenden Cup-Aus gegen den SC Langenthal und schliesslich die coronabedingten Spielverschiebungen und die vorsorgliche Quarantäne nach einem positiven PCR-Test (zentralplus berichtete).

Die Ungewissheit hat auch das Schweizer Eishockey im Griff

Corona ist zurzeit omnipräsent, auch im Schweizer Eishockey. In der National League konnten vor der geplanten Nati-Pause zuletzt von zwölf angesetzten Spielen nur deren drei ausgetragen werden. Die halbe Liga musste sich in den vergangenen beiden Wochen zwischenzeitlich in Quarantäne begeben. Betroffen waren der HC Ambri-Piotta, der EHC Biel-Bienne, Genève Servette HC, die SCL Tigers, die SC Rapperswil-Jona Lakers sowie der EV Zug.

Das ist auf diversen Ebenen wahrlich keine leichte Situation. Es geht um diverse Aspekte, wie das wirtschaftliche Überleben, die Gesundheit der Protagonisten und nicht zuletzt auch um das Sportliche.

Es sind für alle Beteiligten gewiss keine unbeschwerten Zeiten. Die grossen Unsicherheiten, die im Sport allgemein und im Eishockey ganz spezifisch vorherrschen, sind natürlich auch beim EVZ ein spürbares Thema. Die latente Ungewissheit, ob und wie der Spielbetrieb weiter aufrechterhalten werden kann, wie die Zukunft in den Eishockey-Arenen aussehen mag, ob und wie es weitergeht, mit oder ohne Zuschauer.

Das Beste aus der aktuellen Situation machen

Alle diese Fragen gehen wohl auch an den Sportlern nicht spurlos vorbei. Gewiss haben viele Athleten die Quarantäne nicht ausschliesslich dafür genutzt, um ihre Wohnung auf Vordermann zu bringen und sich selbst fit zu halten, sondern sich auch ihre Gedanken gemacht.

Und doch bleibt den Spielern und Betreuern des EVZ nicht viel anderes, als mit der aktuellen Lage klarzukommen und einfach das Beste aus der speziellen Situation zu machen.

«Die Moral im Team ist jedenfalls intakt.»

Reto Kläy, EVZ-Sportchef

Das sieht auch Sportchef Reto Kläy so. Die Quarantäne habe für die Spieler quasi ein verlängertes Weekend bedeutet, eine kurze Pause, die nicht geschadet haben dürfte, meint er pragmatisch. Natürlich seien die Spieler nun aber froh, wieder im Eistraining zu sein, wo die Konzentration darauf liege, sich neu zu strukturieren und den Tritt wieder zu fassen.

Dass der Rhythmus mit dem guten Lauf in der Meisterschaft verloren gegangen sein könnte, glaubt Kläy nicht. Die vergangenen Partien gegen die Zürcher und in Langenthal seien verarbeitet. Das Team habe die Lehren daraus gezogen und wolle das Gute mitnehmen in die anstehenden Aufgaben. Es gelte nun, wieder neu parat zu sein.

Der Fokus auf das Beeinflussbare

Reto Kläy sagt klar, Spieler und Staff müssten sich gerade jetzt auf das konzentrieren, was sie direkt beeinflussen können. Und das ist eben die sportliche Ebene. «Die ganzen Begleitumstände lassen sich aktuell nicht ändern», so Kläy.

Normal scheint momentan ohnehin kaum etwas. Es geht entsprechend darum, die gegebenen Umstände zu akzeptieren, so gut wie möglich damit umzugehen und Spiel für Spiel zu nehmen. Was die Mannschaft beeinflussen kann, ist letztlich, dass die Leistung auf dem Eis stimmt.
«Die Moral im Team ist jedenfalls intakt», zeigt sich der Zuger Sportchef optimistisch und überzeugt.

Es dürfte die Zuger Fans optimistisch stimmen, dass beim EVZ der Kampfwille und die Motivation weiterhin ungebrochen sind. Die Spieler brennen darauf, am Dienstag, 10. November, in Biel den nächsten Ernstkampf zu bestreiten.

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