Millionenverlust im Gesundheitswesen: Luzerner Regierung will eingreifen
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Das Luzerner Kantonsspital (Luks) verzeichnet wegen der Corona-Pandemie massive Verluste. (Bild: ber)

Bis zu 104 Millionen Franken Millionenverlust im Gesundheitswesen: Luzerner Regierung will eingreifen

2 min Lesezeit 3 Kommentare 20.02.2021, 05:00 Uhr

Die Corona bedingten Defizite am Luzerner Kantonsspital liegen zwischen 50 und 100 Millionen Franken – in der Psychiatrie bei vier Millionen Franken. Nun soll der Kanton Luzern in die Bresche springen.

Die Corona-Pandemie hat bei den Luzerner Spitälern zu teils hohen Mehrkosten und Ertragsausfällen geführt. Kantonsparlamentarier von links bis rechts befürchten, dass das Luzerner Kantonsspital (Luks) und die Luzerner Psychiatrie (Lups) infolge der Corona-Krise ihre Investitionsfähigkeit verlieren könnten. Sie fordern die Regierung in einem Vorstoss auf, dies zu verhindern.

Nun liegt die Antwort vor. Die Mehrkosten, beispielsweise für Schutzmaterial, wird der Kanton übernehmen, wie die Regierung schreibt. Diese Leistungen habe der Kanton bestellt – und müsse sie deshalb auch bezahlen.

In beiden Betrieben – insbesondere beim LUKS – stünden in den nächsten Jahren sehr hohe Investitionen in die betriebliche Infrastruktur an. Das LUKS muss an den Standorten Luzern, Sursee und Wolhusen sozusagen alle Spitalbauten durch Neubauten ersetzen. Das sei bereits in der gegenwärtigen Situation mit steigenden Kosten und tendenziell sinkenden Tarifen eine sehr grosse Herausforderung.

Es stehen grosse Investitionen an

Theoretisch könnten die Corona bedingten Defizite zwischen 50 und 100 Millionen Franken für das Luks und etwa vier Millionen Franken für die Lups mit dem vorhandenen Eigenkapital gedeckt werden. Die Regierung stimmt den Postulanten aber zu, dass damit die Investitionsfähigkeit der beiden Betriebe gefährdet würde.

«Unter diesen Umständen ist es gerechtfertigt, dass der Kanton Luzern die Corona bedingten Verluste der beiden Unternehmen übernimmt, um eine nachhaltige Weiterentwicklung beider Institutionen sicherzustellen», heisst es in der Vorstoss-Antwort weiter. Die Regierung will den finanziellen Verlust 2020 deshalb über die Zuführung liquider Mittel ausgleichen.

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3 Kommentare
  1. Andrea, 20.02.2021, 17:03 Uhr

    @Andy B.
    Wäre schön wenn die Corona-Angstmacher endlich auffliegen und zur Verantwortung gezogen würden.
    Ich hoffe es sehr. Zweifle aber immer wieder dran. Hoffentlich hören die irgendeinmal auf mit dem Irrsinn.

    Man kann so nichts machen und innerlich zerreisst es einem fast.

    Gehe seit Monaten im Wald rumbrüllen um den ganzen Wahnsinn irgendwie ertragen zu können.

    Was kann man tun?

  2. Andrea, 20.02.2021, 08:23 Uhr

    Ich dachte die Spitäler seien pandemiebedingt an ihre Grenzen gestossen?

    Monatelang überfüllte Intensivstationen?

    Das Personal überlastet?

    Wie kann es da zu Verlusten kommen?

    1. Andy Bürkler, 20.02.2021, 11:08 Uhr

      Es gab nie ein coronabedingtes Überlastungsproblem in den Spitälern des Kantons Luzern.

      Ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass dieser ganze Coronaskandal bald gründlich und neutral durchleuchtet wird und dass Gerechtigkeit hergestellt wird.
      Es müssen «Köpfe rollen» für diese beispiellose Vernichtung von (Volks-)Vermögen, für mutwillige Zerstörung der psychischen Gesundheit von Kindern und Erwachsenen, für diese grundlos herbeigeführten, kriegsähnlichen Zustände usw.

      An die Politiker: Heute büsst ihr «Masken- und Abstandssünder», Fasnächtler etc. und kostet genüsslich eure neue Macht aus, die ihr gar nicht haben dürftet.
      Ich hoffe morgen werdet ihr büssen müssen, für das, was ihr uns angetan habt.
      Angefangen beim Bundesrat.
      Das geht natürlich nur, wenn auch die Medien Druck machen.

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