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Luzerner Sinfonieorchester baut Probenhaus für 8 Millionen
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Luzerner Sinfonieorchester, Winston Dan Vogel (Dirigent), Adrian Furrer (Bild: Ingo Höhn)

Neue Heimat vor dem Südpol Luzerner Sinfonieorchester baut Probenhaus für 8 Millionen

2 min Lesezeit 06.06.2017, 15:51 Uhr

Dem Luzerner Sinfonieorchester fehlt ein räumlich und qualitativ geeigneter Probenraum. Das Residenzorchester im KKL hat sich deshalb dafür entschieden, einen eigenen Probenraum zu bauen. Rund 8 Millionen kostet der neue Bau vor dem Südpol, die Bagger fahren voraussichtlich im Frühjahr 2018 auf.

Der Bau eines eigenen Probenhauses für das Luzerner Sinfonieorchester ist seit langem ein strategisches Hauptziel des Trägervereins Luzerner Sinfonieorchester, wie das Orchester in einer Mitteilung schreibt. Nun ist es soweit: Bis im Herbst 2017 soll das Bau-Projekt im Detail ausgearbeitet werden, die Baueingabe soll bis Ende 2017 erfolgen. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2018 vorgesehen, es wird mit einer Bauzeit von rund einem Jahr gerechnet.

Die Bauherrschaft und Eigentümerschaft wird von der Stiftung für das Luzerner Sinfonieorchester übernommen. Die Baukosten werden mit rund 8 Millionen Franken veranschlagt, schreibt die Organisation. Die Mittel stammen nicht aus den bestehenden öffentlichen Subventionen für das Orchester. Die Rechnung des Trägervereins Luzerner Sinfonieorchester wird durch den Bau ebenfalls nicht belastet. Das Probenhaus und Zentrum für Kinder- Jugendprojekte des Luzerner Sinfonieorchesters soll grossmehrheitlich von privaten Geldgebern finanziert werden.

Gelder aus privater Hand

Die Stiftung für das Luzerner Sinfonieorchester und weitere Mäzene und Stiftungen engagieren sich in erster Linie dafür. Die Geldsuche verlaufe bis dato erfreulich. Zudem findet ein Benefizkonzert statt, wo die Freunde und Abonnenten des Orchesters ebenso wie die Bevölkerung mitwirken können nach dem Motto «Jeder Sitzplatz ermöglicht einen Baustein». Diese Aktion wird an ein Crowdfunding gekoppelt.

Durch seinen Status als Residenzorchester im KKL Luzern spielt das Luzerner Sinfonieorchester in einem der weltbesten Konzertsäle. Allerdings würden weder das KKL Luzern noch das Luzerner Theater über einen räumlich und qualitativ geeigneten Probenraum verfügen. Der Konzertsaal im KKL Luzern wiederum sei für Proben zu teuer und aufgrund der grossen Auslastung nicht verfügbar.

So soll es nach den Plänen im Südpol in Zukunft aussehen.

So soll es nach den Plänen im Südpol in Zukunft aussehen.

(Bild: zvg)

Arbeits und Kreativzentrum

Neben dem Grundbedürfnis eines qualitativ guten Orchester-Probenraums, können in einem eigenen Haus zentrale Aktivitäten entwickelt werden, die heute nur unter schwierigen Raumbedingungen durchgeführt werden müssen. Das eigene Haus soll auch zum Zentrum der Kinder- und Jugendprojekte werden. Ebenso werden im Haus Probenmöglichkeiten für die Musiker und ihre Kammermusik-Ensembles vorhanden sein.

Das Haus für das Luzerner Sinfonieorchester verbindet all diese Bedürfnisse. Es wird das Arbeits- und Kreativzentrum. Es wird die eigentliche Heimatstätte des Orchesters und fördert dadurch die Identifikation mit dem Orchester. Nach aussen erhalte die Institution so ein Gesicht.

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