Luzern: Sprachförderung stösst bei Sozialkommission auf Wohlwollen
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Fragebogen soll zeigen, wie gut Dreijährige reden Luzern: Sprachförderung stösst bei Sozialkommission auf Wohlwollen

2 min Lesezeit 20.03.2019, 10:20 Uhr

Je früher ein Kind Deutsch lernt, desto besser gelingt seine Integration. Dieser Meinung ist die Sozialkommission des Grossen Stadtrates in Luzern. Sie unterstützt deshalb die Absicht des Stadtrates, Massnahmen zur frühen Sprachförderung umzusetzen. Einen entsprechenden Sonderkredit bewilligt die Kommission grossmehrheitlich.

Die Sozialkommission des Grossen Stadtrates in Luzern hat an ihrer Sitzung vom 14. März den Bericht und Antrag «Frühe Sprachförderung» behandelt – und sieht die Vorlage positiv.

Mit der Umsetzung des Berichtes und Antrages sollen die bestehenden Angebote der Stadt Luzern im Bereich der frühen Förderung weitergeführt und insbesondere im Bereich der Sprachförderung ausgebaut werden.

Mehr als die Mindestanforderungen

Die Kommission begrüsst, dass die Stadt Luzern die Mindestanforderungen des Kantons mit weiteren eigenen Massnahmen (Weiterbildungen der Mitarbeiterinnen von Spielgruppen und Kitas, Finanzierung einer zweiten Spielgruppenleiterin, höhere Elternbeiträge) ergänzt.

Die positiven Effekte der frühen (Sprach-)förderung seien für die Kommission unbestritten: Je früher ein Kind Deutsch lernt, desto besser gelinge seine Integration. Die Kommission begrüsst deshalb, dass ab 2020 die Sprachkenntnisse aller dreijährigen Kinder in der Stadt Luzern flächendeckend erfasst werden.

Auf die Eltern kommen Fragebogen zu

Die Stadt Luzern plant, ab 2020 jährlich Fragebogen zur Erhebung des Sprachniveaus an rund 670 Eltern zu verschicken. Um die von der Kommission angestrebte Rücklaufquote von über 90 Prozent zu erreichen, sollen Eltern an das Ausfüllen erinnert und/oder bei Bedarf beim Ausfüllen des Fragebogens unterstützt werden können.

Dass Kindern, deren Deutschkenntnisse unzureichend sind, vor Eintritt in den Kindergarten der Besuch einer Kindertagesstätte oder einer Spielgruppe empfohlen wird, wird von der Kommission einstimmig begrüsst.

Aus Sicht der Kommission sind die Kosten für die Massnahmen gerechtfertigt. Die Wirkungen der Massnahmen sollen mit einer wissenschaftlichen Evaluation bis ins Jahr 2024 überprüft werden. Eine grosse Mehrheit der Kommission bewilligt einen entsprechenden Kredit in der Gesamthöhe von 1.86 Millionen Franken für die nächsten zehn Jahre.

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