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Linke luchsen der SVP den Horwer Gemeinderatssitz ab
  • Politik
Die beiden neuen Gemeinderäte in Horw: Claudia Röösli und Jörg Stalder, beide L20. (Bild: zvg)

Erfolg für Jörg Stalder von der L20 Linke luchsen der SVP den Horwer Gemeinderatssitz ab

3 min Lesezeit 23.06.2019, 13:16 Uhr

Im 2. Wahlgang der Horwer Gemeinderatswahlen gelang es den Links-Grünen, der SVP den Sitz abzujagen. Mit Jörg Stalder und Claudia Röösli sitzen neu zwei L20-Politiker in der Exekutive.

Jörg Stalder vom links-grünen Bündnis L20 hat die Wahl in den Horwer Gemeinderat geschafft. Er erreichte 1427 Stimmen und hat damit 256 Stimmen mehr eingeheimst wie SVP-Kontrahent Oliver Imfeld.

Nun ist klar: Der Gemeinderat in Horw setzt sich aus zwei Mitgliedern des links-grünen Bündnisses L20-, zwei CVP-, sowie einem FDP-Mitglied zusammen. Es ist ein grosser Erfolg für die L20, welcher es gelang, der SVP den Sitz abzujagen.

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Hinter L20-Stalder (1427 Stimmen) und Oliver Imfeld von der SVP (1171 Stimmen) reihten sich die Freisinnige Franziska Schoch mit 1142 Stimmen sowie Astrid David Müller (SVP) mit 43 Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 39,9 Prozent.

Eine Vorgeschichte mit Zündstoff

Der Gemeinderatswahlkampf in Horw sorgte für reichlich Zündstoff. Schliesslich gab es nach den Rücktritten von Oskar Mathis (L20) und Robert Odermatt (SVP) gleich zwei Sitze zu verteidigen. L20 und SVP bekräftigen ihren Anspruch und schickten im ersten Wahlgang Claudia Röösli (L20) und Oliver Imfeld (SVP) ins Rennen.

Weil aber auch die FDP mit Francesca Schoch eine Kandidatin stellte, kam es zu einer Kampfwahl (zentralplus berichtete). Claudia Röösli verteidigte den Sitz der L20 souverän und schaffte es als einzige im ersten Wahlgang. 

Dann ging es erst richtig los. Die L20 witterte plötzlich die Chance, einen zweiten Sitz zu erobern und schickte Parteipräsident Jörg Stalder ins Rennen. In der Mitte kamen diese Ansprüche nicht gut an. Doch statt den offiziellen SVP-Kandidaten Oliver Imfeld zu unterstützen, machte die CVP in einer Mitteilung beliebt, doch SVP-Einwohnerrätin Astrid David Müller in den Gemeinderat zu wählen. Diese erreichte im 2. Wahlgang nur gerade 43 Stimmen.

«Ihre Kandidatur hätte auf breite Unterstützung zählen können», schrieb die CVP und zeigte sich verärgert darüber, dass die SVP ihren Kandidaten nicht austausche. Sie hielt an ihrer Wahlempfehlung für die wilde Kandidatin fest. Seitens der SVP sorgte dies für grosse Kritik.

Streitet sich die Bürgerliche, freut sich der Linke

Der Knatsch unter den Bürgerlichen kam nun also Jörg Stalder zugute. Die bürgerlichen Parteien dürften sich nun den schwarzen Peter zuschieben. Aus Sicht der SVP machten sich CVP und FDP mit ihrem Verhalten zum Steigbügelhalter der Linken, aus derer Sicht hat es die SVP verpasst, das Angebot zum Kandidatentausch anzunehmen. Somit müsse die SVP ihren Sitzverlust auf die eigene Kappe nehmen.

Klar ist: Mit dem Sitzverlust hat die SVP nun auch das letzte Gemeinderatsmandat in der Luzerner Agglo verloren. 

Nach der Wahl von Paul Winiker in den Regierungsrat verlor sie den Sitz im Krienser Gemeinderat – und auch Nationalrat Felix Müri gelang es in Emmen nicht, den Sitz des abtretenden Urs Dickerhof zu verteidigen (zentralplus berichtete).

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