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Keine Zeit für Blockbuster
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Erich Langjahr: Filmregisseur, Drehbuchautor, Produzent, Kameramann, Verleiher und Museumsgestalter. (Bild: zvg)

50 Fragen an ... Erich Langjahr Keine Zeit für Blockbuster

11 min Lesezeit 27.12.2015, 12:00 Uhr

Am liebsten macht er alles selber: Drehbuch, Kamera, Regie. Der Zuger Erich Langjahr ist ein Filmer der alten Schule – und feiert internationale Erfolge. Bald kommt sein neuer Film in die Kinos. Zuvor verrät er uns aber, was Kunst mit einem Affen zu tun hat, welches der beste Film aller Zeiten ist und was er macht, wenn es bei Dreharbeiten nicht so läuft, wie er es will.

Erich Langjahr ist ein Filmschaffender, der fast wie kein zweiter Schweizer Filmer die «Nouvelles Vagues» zum Ausdruck bringt. Das heisst, dass er bei seinen Filmen alles selber macht – vom Drehbuch über die Produktion bis zur Regie. Das schafft Unabhängigkeit, ist aber auch mit einigen Anstrengungen verbunden.

Entsprechend ist Langjahr ein vielbeschäftigter Mensch. Trotzdem: Gestresst wirkt er nicht. Für zentral+ hat er sich eine Lücke in seinem ausgefüllten Kalender geschaffen und sich Zeit für 50 Fragen reserviert. Wir müssen uns allerdings etwas beeilen, draussen wird es früh dunkel und Langjahr muss heute noch eine Szene in den Kasten bringen.

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zentral+: 1. Zum Einstieg etwas Selbstreflexion. Erich Langjahr, wer sind Sie?

Erich Langjahr: Zunächst einmal versuche ich Mensch zu sein, das ist schon schwierig genug. Daneben bin ich Vater, Filmregisseur, Kameramann und zusammen mit meiner Partnerin Silvia Haselbeck Produzent und Verleiher. Zusammen mit ihr bin ich zudem Museumsgestalter.

2. Welchen Film haben Sie sich zuletzt im Kino angesehen?

Das war «Der Staat gegen Fritz Bauer» des deutschen Regisseurs Lars Kraume.

3. Wie sieht ein normaler Tag im Leben von Erich Langjahr aus?

Ich versuche, zwischen 8 und 9 Uhr im Büro zu sein. Dann mache ich das, was alle Menschen machen: Ich starte den Computer und checke meine E-Mails. Die E.Mails werden beantwortet und Telefonate geführt. Grundlegend kommt es darauf an, ob wir gerade dabei sind, einen Film zu produzieren oder einen Film zu lancieren. Jetzt gerade lancieren wir meinen neuen Film «Für eine schöne Welt», das heisst Pressearbeit, Kontakt mit den Kinos und so weiter.

Erich Langjahr und seine Partnerin Silvia Haselbeck.

Erich Langjahr und seine Partnerin Silvia Haselbeck.

(Bild: zvg)

4. Brauchts Popcorn im Kino?

Solange es nicht raschelt und mir über die Knie fällt.

5. Was haben Sie gemacht, bevor Sie Filmemacher wurden?

Ich bin gelernter Chemielaborant. Später besuchte ich die Betriebsleiterschule in Zürich, daraufhin ging ich tageweise an die Kunstgewerbeschule in Basel. Schon während meiner Zeit als selbstständiger Laborant habe ich immer viel fotografiert. Mein heutiger Beruf begann mit Auftrags- und Werbefilmen. Mein erster Kurzfilm «Justice» erschien 1973 und fand gleich den Weg an Filmfestivals (Solothurn, Winterthur, Oberhausen DE, Anm. d. Red.).

6. Erkennt man Sie auf der Strasse?

Überlegt. Nein, eigentlich nicht. Wobei, erst vor Kurzem hat mich jemand angesprochen. Er sei in der Neustadt-Passage, sozusagen auf dem «Walk of Fame» in Zug, über mich beziehungsweise über meinen Stern gestolpert. Lacht.

«Ich bin kein Workaholic!»

7. Wie sehr unterscheidet sich der Privatmensch Erich Langjahr vom Filmer Erich Langjahr?

Wahrscheinlich zu wenig. Ich bin immer sehr beschäftigt. Aber ich bin kein Workaholic! Ein Bildermensch, privat wie beruflich.

8. Sie leben und arbeiten im Kanton Luzern, sind aber in Baar geboren. Fühlen Sie sich mit dem Kanton Zug noch verbunden?

Sehr sogar. Ich bin im Asyl in Baar während eines Flugalarms zur Welt gekommen. Damals wie heute gab es in Zug selbst kein Spital. Aufgewachsen bin ich in Zug, das verbindet natürlich. Und seit meiner Jugend habe ich ein Fischerboot auf dem Zugersee.

9. Und wenn Sie sich entscheiden müssten: Zug oder Luzern?

Beides.

10. Rigi oder Pilatus?

Rigi. Dort habe ich meinen letzten Film «Mein erster Berg – Ein Rigi-Film» gedreht.

11. Welches waren Ihre Vorbilder in der Jugend?

Das waren schon damals Autoritäten aus dem Kino. Ich war und bin noch immer ein grosser Bewunderer von Charlie Chaplin. Durch ihn habe ich gelernt, dass Humor nichts Oberflächliches ist, sondern dass es etwas vom Schwierigsten ist, ihn auf die Leinwand zu bringen. Chaplin brachte wie kein anderer die Dialektik vom Tiefsinn des Lebens und Unterhaltung, oder eben Humor, auf den Punkt.

Zur Person

Erich Langjahr ist 1944 in Baar geboren. Er ist Vater von zwei Söhnen. Seit 1977 ist er selbstständiger Filmschaffender. 1994 hat er zusammen mit Silvia Haselbeck die Langjahr Film GmbH gegründet. Dort werden Kino-Dokumentarfilme produziert, eigene Produktionen sowie Filme von Walter Marti und Reni Mertens, Isa Hesse und anderen verliehen.

Langjahr ist Vorstandsmitglied des FLIZ (Kinoklub in Zug), Mitglied der Kulturkommission Root, Ehrenmitglied des Verbands Filmregie und Drehbuch Schweiz (FDS) und von «Film Zentralschweiz». Seit 2007 ist er überdies Mitglied der Schweizer Filmakademie.

Seine bekanntesten Filme sind: Mein erster Berg – Ein Rigi-Film (2012), Geburt (2009), Das Erbe der Bergler (2007), Hirtenreise ins dritte Jahrtausend (2002), Bauernkrieg (1998) und Morgarten findet statt (1978). Erich Langjahr wohnt seit den 1980er-Jahren in Root.

12. Was hat Ihnen am meisten dabei geholfen, dahin zu kommen, wo Sie heute sind?

Von «helfen» kann nicht unbedingt die Rede sein. Ich habe stets das gemacht, was letztlich für mich das Richtige war. So bin ich schliesslich hier gelandet. Sehr stark beeinflusst haben mich aber die Dokumentarfilmer Reni Mertens und Walter Marti. Und natürlich meine Partnerin Silvia Haselbeck.

13. Sie sind zu einem grossen Teil Dokumentarfilmer, haben aber auch Spielfilme realisiert. Wie würden Sie Ihren Filmstil beschreiben?

Ich komme eigentlich vom Stummfilm, so weit liegt das schon zurück. Diese Zeit hat mich geprägt, ich bin, wie erwähnt, ein Bildermensch. Grundsätzlich interessiert mich, was aus der Wirklichkeit kommt. Deshalb würde ich meine Filme als Kino der Wirklichkeit bezeichnen, in Anlehnung an das «Cinéma du réel». Das heisst auch, dass erst der Kinobesucher den Film als Erlebnis fertig macht. Er ist kreativ daran beteiligt, er hat Platz für Eigenes. Es geht mir nicht nur darum, dass meine Filme konsumiert werden, sondern um das Filmerlebnis. Und dieses Erlebnis ist erst zusammen mit dem Zuschauer komplett.

14. Was macht den Reiz eines Dokumentarfilms aus?

Ich mag den Begriff «Dokumentarfilm» nicht, da er missverständlich geworden ist. Mit dem ständigen Gequatsche haben Dokumentarfilme etwas Belehrendes bekommen. Sie haben heute das Image des Didaktischen. Ursprünglich ging es darum, Ereignisse darzustellen und Momente aus dem Leben auf Film zu bannen. Wie bei «Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat» der Gebrüder Lumière aus dem Jahr 1895. Die Zuschauer haben damals fluchtartig das Kino verlassen, weil sie glaubten, der Zug werde sie gleich überfahren. Ich will mit Bildern erzählen, nicht mit Ton zuquatschen. Ich mache keinen Unterschied zwischen Dokumentarfilmen und Spielfilmen. Beides ist eine Fiktion und funktioniert über das Narrative, über die Dramaturgie, die Geschichte. Dem Zuschauer ist es letztlich egal, ob die Protagonisten auf der Leinwand von mir bezahlt wurden oder ob es sie so in Wirklichkeit gibt.

«Ab dem Moment, in dem der erste Affe einen Blumenstrauss gepflückt, diesen aber nicht gegessen, sondern betrachtet hat, hat Kunst angefangen.»

15. Sehen Sie sich denn als Künstler?

Überlegt. Das ist eine schwierige Frage. Es kommt auf den Kunstbegriff an. Ab dem Moment, in dem der erste Affe einen Blumenstrauss gepflückt, diesen aber nicht gegessen, sondern betrachtet und das schön gefunden hat, hat Kunst angefangen. In diesem Sinne sehe ich mich als Künstler.

16. Und ab wann ist ein Film Kunst?

Der Gegenspieler der Kunst ist der Kitsch.

17. Wann wirds kitschig?

Wenn ein Film der Realität nicht standhält, weil er keine Wahrheit hat, dann ist er kitschig.

18. Wie hat sich das Filmemachen über die Jahre verändert?

Die Digitalisierung war schon eine Art Zäsur. Technisch war der Aufwand früher viel grösser, gerade zum Beispiel die Arbeit am Schneidetisch. Das wurde durch die Digitalisierung natürlich stark vereinfacht. Die geistige, intellektuelle Arbeit ist aber nicht weniger geworden. Dort gab es keine Verkürzung, das lässt sich nicht beschleunigen. Das muss auch so sein. Wenn ein Gärtner an den Setzlingen ziehen würde, würde man ihn als geisteskrank bezeichnen.

Erich Langjahr am Schneidetisch in seinem Atelier in Root.

Erich Langjahr am Schneidetisch in seinem Atelier in Root.

(Bild: zvg)

19. Wie hat sich das Kino im Verlauf Ihres Lebens verändert?

Im Arthouse-Bereich ist mir aufgefallen, dass es immer mehr Filmschulen und damit immer mehr junge Filmer gibt. Ich bin überrascht, was für tolle Filme die Jungen machen. Heute reichen gute Filme aber nicht mehr, um im Kino erfolgreich zu sein. Im Gegensatz zu früher haben junge Filmer heute teilweise ihre eigene Generation nicht als Publikum. Nehmen Sie «Amateur Teens» von Niklaus Hilber. Ein Film, der sich mit der Jugend auseinandersetzt, von diesen aber nicht angesehen wird.

20. Sehen Sie sich Mainstream-Filme an?

Eher selten. Es gibt so viele Arthouse-Filme, dass ich nicht wirklich dazu komme, mir Mainstream-Filme anzusehen.

21. Welchen Blockbuster haben Sie denn zuletzt im Kino gesehen?

Das war «Ricki and the Flash» mit Maryl Streep (Kinostart Deutschschweiz: September 2015, Anm. d. Red.).

22. Wenn Sie eine Zeitmaschine hätten, wohin würde es gehen?

Ich würde bleiben. Mir gefällt es gut im Jetzt.

«Der Zuschauer macht den Film selber fertig.»

23. Was macht einen guten Film aus?

Ein guter Film ist mit der letzten Einstellung nicht fertig. Der Zuschauer macht den Film selber fertig. Ein guter Film passiert im Kopf des Zuschauers, erst mit dem Publikum ist ein Film komplett.

24. Welches ist Ihr schlechtester Film?

Fragen Sie doch mal eine mehrfache Mutter, welches ihrer Kinder sie am wenigsten mag. Lacht.

25. Über welchen Preis, der Ihnen verliehen wurde, freuten Sie sich am meisten?

Von den ausländischen Preisen über die Goldene Taube von Leipzig, dem internationalen Dokumentarfilm-Festival. Ich hätte nie gedacht, dass ich je damit ausgezeichnet werde. Aber auch über den Innerschweizer Kulturpreis habe ich mich sehr gefreut.

26. Wieso erreicht das Blockbuster-Kino so viel mehr Menschen als Independent-Produktionen beziehungsweise Arthouse-Filme?

Da steckt ein riesiges Budget drin. Eine ganze Industrie steckt dahinter. Die technischen und personellen Möglichkeiten sind um ein Vielfaches grösser. Unzählige Möglichkeiten stehen ihnen zur Verfügung. Und das Werbebudget für Blockbuster-Filme ist um einiges grösser als das gesamte Produktionsbudget eines Arthouse-Films. Das ist vielleicht der Hauptgrund.

27. Welche Themen sprechen Sie in Ihren Filmen an?

Da gibt es eigentlich nur ein Thema: den Menschen. Das ist das, was mich interessiert, was mich beschäftigt.

28. Gibt es einen Film über Sie selbst?

Nein, nicht dass ich wüsste.

29. Kann man in der Schweiz alleine vom Filmemachen leben?

Ich habe es zumindest bisher geschafft. Aber wie man weiss, haben es freischaffende Filmemacher nicht leicht.

30. Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie nicht Filmer wären?

Das habe ich mich auch schon gefragt. Ich wäre vielleicht Bauer. Das Leben mit der Natur und mit Tieren hat mich als Kind schon immer fasziniert. In meiner Kindheit habe ich am liebsten Bauernhof gespielt. Viele meiner Filme legen davon Zeugnis ab.

31. Hund oder Katze?

Katze.

32. An welchem Punkt in Ihrem Leben haben Sie sich als Filmemacher verstanden?

Ich verstehe mich als Filmgestalter. Ich kann das aber nicht an einem konkreten Punkt festmachen. Das Fotografieren hat mich schon als Kind fasziniert und ich hatte früh einen Fotoapparat. Am Anfang meines Weges stand klar das Fotografieren.

33. Welches sind Ihre filmischen Vorbilder?

Charlie Chaplin und Dsiga Wertow, der sowjetische Filmemacher und dokumentarische Gegenspieler von Sergei Eisenstein, der mal sinngemäss sagte: «Die Wirklichkeit hat schon eine Inszenierung. Als Filmer gilt es, einen Standpunkt dazu zu finden.» Aber auch Robert Joseph Flaherty mit seinen grossartigen ethnografischen Filmen, wie «Nanook of the North» aus dem Jahr 1922. Vielleicht am meisten geprägt hat mich die Zusammenarbeit mit meinen Filmfreunden Reni Mertens und Walter Marti.

«Man kann nicht objektiv sein.»

34. Muss man als Filmgestalter, gerade bei Dokumentarfilmen, objektiv sein?

Man kann nicht objektiv sein. Als Filmer habe ich die Möglichkeit der Objektivierung. Was objektiviert mehr als ein voller Kinosaal? Dort, wo die Zuschauer ein gemeinsames Erlebnis haben und gleichzeitig jeder selber für sich erlebt und interpretiert. In der gemeinsamen Verarbeitung liegt die Chance zur Objektivierung. Der Objektivierungsprozess geschieht beim Reflektieren und Sprechen über das gemeinsam Erlebte.

35. Sind Sie ein geduldiger Mensch?

Antwortet wie aus der Pistole geschossen: Nein, überhaupt nicht. Mit zunehmenden Alter leide ich ausserdem an Altersungeduld.

36. Und was machen Sie, wenn sich ein Filmsujet nicht so verhält, wie Sie es wollen?

Dann filme ich weiter. Das ist grossartig! Vorhersehbares wäre langweilig.

37. Was ist das Mühsamste an Ihrem Beruf?

Die Kleinarbeit. Alles, was nicht so kreativ ist, aber trotzdem gemacht werden muss.

Erich Langjahr und Walter Marti.

Erich Langjahr und Walter Marti.

(Bild: zvg)

38. Welches ist der bessere James Bond: Sean Connery oder Daniel Craig?

Ich möchte mich da nicht festlegen. Beide sind geniale Schauspieler.

39. Welches ist Ihr Lieblingskino?

Das Caligari in Wiesbaden. Das ist das schönste Kino, in dem eine Filmreihe von mir gezeigt wurde. Dicht gefolgt vom Metro Kino in Wien, wo ebenfalls ein Film von mir lief.

40. Ihr liebstes Filmzitat?

«Man lernt, was man will» – ein Zitat von Johann Heinrich Pestalozzi, das am Anfang des Filmes «Ursula oder das unwerte Leben» steht, eines Schweizer Dokumentarfilms von Reni Mertens und Walter Marti aus dem Jahr 1966, mit denen ich über Jahrzehnte zusammengearbeitet habe.

41. Theater oder Museum?

Beides. Ich habe auch zusammen mit meiner Partnerin Silvia Haselbeck das Museum Root im Haus beim Brunnen gegründet, das wir heute noch leiten.

42. Wo stehen Sie eigentlich politisch?

Wenn links der Mensch steht und rechts das Geld, dann bin ich links. Eigentlich bin ich radikal freisinnig. Und das kann man nur alleine sein. Sobald mehrere Menschen gleicher Meinung sind, wird es langweilig.

43. Mit welchem international bekannten Schauspieler, tot oder lebendig, würden Sie gerne einen Film drehen?

Mit Charlie Chaplin. Und mit dem deutschen Regisseur und Schauspieler Rainer Werner Fassbinder.

44. Gibt es andere (künstlerische) Bereiche, die Sie reizen?

Die bildende Kunst. Den Ausschlag dazu gab mein neuster Film «Für eine schöne Welt».

«Es gibt eigentlich nichts, was man nicht filmen kann.»

45. Beatles oder Stones?

Beatles.

46. Worüber kann man keinen Film machen?

Es gibt eigentlich nichts, was man nicht filmen kann. Aber der Respekt gegenüber dem Gefilmten muss gewahrt sein. Das ist in meinen Augen die einzige Schranke.

47. Welche drei Dinge würden Sie mitnehmen, wenn Sie Ihr Zuhause blitzartig verlassen müssten?

Meine Kamera, die Harddisk und Kleider, falls ich gerade im Bett gelegen habe. Lacht.

48. Der beste Film aller Zeiten?

Auf jeden Fall einer von Chaplin. Ich sage jetzt mal «The Kid». Oder ein anderer Film über das Kind: «L’Enfant sauvage» von François Truffaut aus dem Jahr 1970.

49. Worüber können Sie sich so richtig aufregen?

Arroganz. In Kombination mit Intelligenz ist es noch auszuhalten. Aber bei Arroganz in Verbindung mit Dummheit wird es zu viel.

50. Wie erwähnt heisst Ihr neuster Film «Für eine schöne Welt». Was ist für Sie das Schönste auf der Welt?

Die Geburt meiner Söhne. Die Gründe dafür zeigt der Film «Geburt», den ich zusammen mit meiner Partnerin gemacht habe.

Langjahr über seinen neusten Film

«Für eine schöne Welt» ist ein Filmporträt über die beiden international bekannten Künstler Gottfried Honegger (Grafiker, Maler und Plastiker) und Kurt Sigrist (Bildhauer, Objektkünstler und Zeichner). Was die beiden vereint, ist das Sich-Ausdrücken mit dem Bild beziehungsweise die Sprache des Bildes. Das verbindet sie mit dem Filmer Erich Langjahr, der die beiden seit Langem persönlich kennt. Langjahr interessierte, was Honegger und Sigrist mit ihrer Kunst unserer Zeit entgegenstellen.

«So wie die beiden Künstler habe ich als Filmemacher den Anspruch, dass der Betrachter oder der Zuschauer ein Bild oder einen Film zu einem Ganzen, zu seinem persönlichen Erlebnis macht und dem Erlebten selbst einen Sinn gibt», sagt Langjahr dazu.

Die Vorpremiere von «Für eine schöne Welt» läuft am 10. Januar 2016 im Kino Bourbaki in Luzern. Kurt Sigrist und Erich Langjahr werden anwesend sein. Offizieller Kinostart ist am 14. Januar 2016.

 

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