Kaum offen, schon zu: Wieso dieser Gastronom aus Luzern optimistisch bleibt
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Gastronom Kagipan Sivagnanam lässt sich von der Krise nicht entmutigen. (Bild: pav)

Neuer Italiener am Paulusplatz Kaum offen, schon zu: Wieso dieser Gastronom aus Luzern optimistisch bleibt

2 min Lesezeit 27.02.2021, 12:30 Uhr

Am Paulusplatz in Luzern bietet seit Anfang Dezember ein neues Restaurant italienische Klassiker an. Kaum eröffnet, musste Geschäftsführer und Chefkoch Kagipan Sivagnanam die Türen schliessen. Trotzdem schmiedet der 24-Jährige bereits die nächsten Pläne.

Spaghetti zerschneiden, Pasta Carbonara mit Schinken und Rahm zubereiten oder schlicht eine Pizza Hawaii bestellen: Es gibt unzählige Wege, in der italienischen Küche zu sündigen. Aber gilt es bereits als Sünde, wenn zwei Traditionsküchen nebeneinander im gleichen Restaurant den Gaumen anregen sollen?

Das Argument wird nicht selten angebracht, hat jedoch in Zeiten der friedlichen Koexistenz von Pizza und Kebab im gleichen Lokal inzwischen an Berechtigung eingebüsst. Zwischen Cordon Bleu und Lasagne al forno; diesen Weg versucht das «Ristorante Moretti» gleich neben dem «Indian Restaurant» am Luzerner Paulusplatz neu zu gehen.

Kurz nach der Eröffnung der Dämpfer

«Seit ich in der Lehre war, wollte ich irgendwann mein eigenes Restaurant besitzen», erzählt Kagipan Sivagnanam. Zuvor konnte der Geschäftsführer und Chefkoch des neuen Lokals im «Aiola al Porto» in Stansstad über viele Jahre wertvolle Erfahrung sammeln. Der Entscheid, in den Familienbetrieb einzusteigen, zu dem das ans «Moretti» grenzende «Indian Restaurant» ebenfalls gehört, war jedoch schnell gefällt.

Kaum eröffnet, schon wieder zu: Das «Ristorante Moretti» gleich neben dem «Indian Restaurant» am Luzerner Paulusplatz.

Vom Konzept über den Umbau bis zur Eröffnung Anfang Dezember 2020 lief scheinbar alles reibungslos. Doch dann kam der Dämpfer: Ab dem 18. Dezember waren alle Restaurantbetriebe coronabedingt wieder geschlossen. Auf die Frage, ob er, wie viele andere Gastronomen, der Massnahmen auch langsam müde geworden sei, antwortet der 24-Jährige zuversichtlich: «Ich habe trotzdem immer was zu tun, darum werde ich nicht müde.»

Motto: Bleib ruhig und iss

Dieser inzwischen seltener gewordene Optimismus trieb ihn schliesslich auch an, den Aufbau seines Geschäfts schon während der ersten Monate der Pandemie nicht einfach einzustellen, sondern weiterhin an seinem Angebot zu feilen. Wichtig ist ihm die Authentizität der Gerichte und gute Qualität zu fairen Preisen. Als besonderen Gaumenschmaus bewirbt Kagipan Sivagnanam das hauseigene Saltimbocca, an dessen Verfeinerung er selbst jahrelang getüftelt habe.

Trotz einer noch ungewissen Zukunft bestehen bereits Pläne, womöglich ein weiteres Restaurant in Arth-Goldau zu eröffnen. Manche Stimmen würden dies als waghalsig bezeichnen: Der Tatendrang scheint sich bei ihm jedoch mit Gelassenheit die Waage zu halten. Ganz nach dem unaufgeregten Motto des jungen Unternehmers: «Keep calm and eat».

Blick ins Innere des Lokals.

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