Kanton sagt dem «Food Waste» den Kampf an

2 min Lesezeit 16.04.2015, 12:15 Uhr

Jährlich landen in Luzerner Haushalten 10’000 Tonnen Nahrungsmittel im Kehricht. Mit einem dreijährigen Aktionsprogramm will der Kanton Luzern die Lebensmittelverschwendung reduzieren.

Am Samstag, 25. April, wird das Aktionsprogramm gegen Lebensmittelverschwendung durch Regierungsrat Robert Küng an der Luga eröffnet. Er wird in der Kocharena zeigen, wie man Beispielsweise aus altem Brot eine Suppe zubereitet werden kann. Anschliessend folgt ein Rundgang durch die Sonderschau «foodwaste.ch – die Ausstellung». Die Wanderausstellung zeigt auf spielerische Weise, wie die Verschwendung von Lebensmitteln zu Hause reduziert werden kann, wie ein Kühlschrank richtig eingeräumt wird, wie Lebensmittelreste kreativ verwertet werden können oder worauf es beim Einkauf ankommt, um dem Wegwerfen von Lebensmitteln vorzubeugen.

300 Kilogramm pro Person und Jahr

Mit dem Projekt gegen Lebensmittelverschwendung will der Kanton Luzern die Bevölkerung für das Thema «Food Waste» sensibilisieren. Die Dienststellen Umwelt und Energie, Landwirtschaft und Wald, Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz, Volksschulbildung und weitere Partner werden zwischen 2015 und 2017 verschiedene Aktionen durchführen.
 
Über ein Drittel aller verfügbaren Lebensmittel in der Schweiz – rund 300 Kilogramm pro Person und Jahr – gehen zwischen Feld und Teller verloren. Ein Teil dieses Verlustes sind aussortierte, unförmige Früchte sowie Gemüse, Überproduktion und Transportverluste. Der andere Teil umfasst die eigentliche Verschwendung «Food Waste»: Tellerreste, abgelaufene Produkte oder weggeworfene Essensreste. Im Kanton Luzern landen als Food Waste geschätzte 10’000 Tonnen pro Jahr im Hauskehricht. Nicht nur Umweltorganisationen fordern Gegenmassnahmen, auch die Politik hat das Problem erkannt. Im Luzerner Kantonsrat wurde im letzten Jahr ein entsprechendes Postulat teilweise erheblich erklärt.

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