Initiative soll Ebikoner Familiengärten retten
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Geht es nach der Gemeinde Ebikon, sollen diese Familiengärten verschwinden. Doch nun gibt es Widerstand. (Bild: Scrennshot Google Street View)

IG sammelt Unterschriften Initiative soll Ebikoner Familiengärten retten

2 min Lesezeit 2 Kommentare 17.07.2020, 21:05 Uhr

Die Familiengärten auf dem Rütihof-Areal am Rand der Gemeinde Ebikon sollen verschwinden. Doch dagegen wehren sich die Hobbygärtner mit einer Initiative. Denn die Gemeinde habe gar kein Geld, für das geplante Projekt, so die Kritik.

Seit 1974 existieren die Schrebergärten auf dem Areal Rütihof am Lamperdingenweg in Ebikon. Nun sollen sie verschwinden. Den Pächtern wurde von der Gemeinde per Ende Oktober gekündigt. Als Kündigungsgrund wurde vermerkt, dass dem Areal eine Begegnungszone geplant ist.

Dagegen wehren sich die Pächterinnen mit einer Initiative, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Dafür haben sie sich zur Interessengemeinschaft Rütihof zusammengeschlossen. Die Initiative sehen sie als Antwort auf gescheiterte Gespräche mit dem Gemeinderat, welcher trotz der Forderungen der Hobbygärtner an seinen Plänen festhalten will.

Kritik an Finanzierung

«Unseren Initiative stellt sicher, dass die Familiengärten auf dem Areal Rütihof langfristig erhalten bleiben. Dabei sprechen sich die Initianten nicht prinzipiell gegen die geplante Begegnungszone aus», schreibt die IG dazu. Man sei überzeugt, dass sich die Familiengärten und die geplante Begegnungszone beide nebeneinander auf dem Areal realisieren lassen.

Weiter kritisieren die Pächter der Gärten, dass die Finanzierung der neuen Anlage gar nicht gesichert sei. «Obwohl der Gemeinderat versichert hat, sofort nach Ablauf der Kündigungsfrist mit den Bauarbeiten der Familiengärten zu beginnen, ist bis zum heutigen Zeitpunkt nicht klar, wie viel die Begegnungszone kosten wird. Der IG ist ausserdem nicht bekannt dass bereits Baugesuche für die Begegnungszone eingereicht wurden», heisst es in der Mitteilung.

Projektbeschrieb bislang vage

Aus diesem Grund sei auch unklar was genau geplant ist. Denn von einem Spielplatz über eine Brätelstelle bis hin zu einem Naschgarten seien von den Behörden bislang verschiedenste Ideen vage genannt. Im Budget 2020 seien für eine entsprechende Bautätigkeit ausserdem keine Mittel vorgesehen.

«Weiter ist es sehr fragwürdig, ob eine Gemeinde, welche fünf Jahren in Folge ein negatives Jahresergebnis präsentieren musste, die finanziellen Mittel für eine neue Begegnungszone aufwenden soll», so die IG. Denn Ebikon verfüge mit dem Schmiedhof und dem Spielplatz Spielhimmel bereits über zwei weitere Begegnungszonen, bei welchen aktuelle Umbautätigkeiten aufgrund der desolaten finanziellen Lage sistiert oder ganz gestrichen werden mussten.

300 Unterschriften in 60 Tagen

«Unter Berücksichtigung dieser Umstände mutet es doppelt seltsam an, dass die Gemeinde im Bereich Rütihof im wahrsten Sinne des Wortes eine neue Baustelle öffnen will», lautet die scharfe Kritik in Richtung Gemeinderat.

Damit die Initiative zustande kommt, müssen die Pächter innerhalb der nächsten 60 Tage 300 Unterschriften sammeln. Sie sind überzeugt, dass sie dies vor Ablauf der Frist schaffen.

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2 Kommentare
  1. Heidi Koch, 18.07.2020, 18:30 Uhr

    Wer ist für diesen Artikel verantwortlich, warum findet sich nicht wie sonst ein Name und ein Foto der Redaktion? Die Situation ist sehr verkürzt dargestellt, man könnte daher meinen, dass alle Familiengärten verschwinden sollten. Das ist nicht der Fall. Etwas mehr Hintergrundmaterial findet man z. B. hier:
    https://www.ebikon.ch/verwaltung/aktuelles/news/stellungnahme-gemeinderat-zum-brief-der-svp-bzgl-parzelle-ruetihof-ebikon

    1. Redaktion Ismail Osman, 18.07.2020, 19:30 Uhr

      Guten Abend
      Besten Dank für Ihre Rückmeldung und den interessanten Input. Zu Ihren Fragen:
      1. Es ist kein Autor angegeben, da es sich um eine Kurznachricht handelt. Dasselbe ist bei den meisten weiteren Nachrichten in diesem Gefäss ebenfalls der Fall.
      2. Die Nachricht bezieht sich auf die Medienmitteilung der IG Rütihof. Diese gelangte gestern zu uns.
      Gerne nehmen wir den Hinweis auf die Stellungnahme des Gemeinderates auf.

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