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Häusliche Gewalt: Regierung soll für genügend Schutzplätze sorgen
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Vergangenes Jahr suchten 81 Frauen und 97 Kinder Schutz im Frauenhaus Luzern. (Symbolbild: ida)

Grüne Kanton Luzern reichen Postulat ein Häusliche Gewalt: Regierung soll für genügend Schutzplätze sorgen

2 min Lesezeit 10.09.2019, 13:03 Uhr

In der Schweiz wird jedes vierte Opfer, das Schutz in einem Frauenhaus sucht, abgewiesen. Grund: Platzmangel. Die Grünen Kanton Luzern fordern den Regierungsrat nun auf, für ausreichend Plätze zu sorgen und die Finanzierung durch den Kanton sicherzustellen.

Die «SonntagsZeitung» berichtete im Mai dieses Jahres, dass schweizweit jedes vierte Opfer, das Schutz in einem Frauenhaus sucht, mangels Platz abgewiesen wird.

2018: Mehr Frauen im Frauenhaus Luzern

In Luzern bietet das Frauenhaus Luzern Schutz, Unterkunft und Beratung für Frauen an, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Vergangenes Jahr suchten 81 Frauen und 97 Kinder Schutz im Frauenhaus. Im Jahresbericht finden sich jedoch keine Zahlen, wie viele Frauen und Kinder aufgrund von Platzverhältnissen nicht aufgenommen werden konnten. 2018 kam es jedoch gegenüber dem Vorjahr zu einem deutlichen Anstieg von Opfer häuslicher Gewalt.

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«Demzufolge liegt die Annahme nahe, dass auch mehr Frauen und Kinder Schutz im Frauenhaus suchten», so die Grüne Kanton Luzern in einer Mitteilung vom Dienstag.

Regierungsrat muss hinter die Bücher

Seit April 2018 beteiligt sich die Schweiz an einem verbindlichen Übereinkommen des Europarats, der sogenannten Istanbul-Konvention. Laut dieser sind die Kantone dafür zuständig, dass genügend Familienschutzplätze bereitstehen und diese durch den Kanton ausreichend finanziert werden.

«Das Frauenhaus Luzern finanziert sich heute jedoch zu einem bedeutenden Teil durch Spenden», so die Grünen. Vor diesem Hintergrund fordert die Fraktion der Grünen/Jungen Grünen Partei den Luzerner Regierungsrat mittels Postulat auf, eine Erhöhung der Anzahl Schutzplätze im Frauenhaus Luzern zu prüfen. Auch soll eine ausreichende Finanzierung dieser Schutzplätze und der Bildungsstelle Häusliche Gewalt sichergestellt werden.

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