Von Juso-Jungpolitikerin

Nach US-Hackerangriff: Polizei durchsucht Wohnung in Luzern

Hacker zapften rund 150'000 Überwachungskameras einer US-Firma an. Die Spuren führen bis nach Luzern. (Bild: Symbolbild: Jefferson Santos/Unsplash)

Hacker haben sich Zugriff auf Überwachungskameras verschafft. Sie zapften rund 150'000 Überwachungskameras einer US-Firma an, unter anderem in Spitälern, Gefängnissen, Schulen und Polizeirevieren. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Wohnung in Luzern durchsucht – es ist diejenige einer Person, die bereits für die Luzerner Juso politisierte.

Hacker haben sich in den USA Zugriff auf Kameras verschafft. Sie zapften rund 150'000 Überwachungskameras der US-Firma Verkada an, unter anderem in Spitälern, Gefängnissen, Schulen und Polizeirevieren. Inzwischen soll sich auch das FBI eingeschaltet haben.

Die Spuren führen bis nach Luzern. Die Polizei hat die Wohnung einer 21-jährigen IT-Fachperson durchsucht, die auch schon für die Jungsozialisten für den Grossstadtrat in Luzern kandidiert hatte, berichtete der «Blick». Die Person sei Teil des Hacker-Kollektivs «Advanced Persistent Threat 69420». Vom 7. bis 9. März habe sich dieses Kollektiv Zugang zum System verschafft.

Bei der Hausdurchsuchung sollen die Behörden in Luzern mehrere elektronische Geräte beschlagnahmt haben. Die 21-jährige Person soll bereits vor einem Jahr die Firma Verkada gehackt haben. Ihr wird laut Medienberichten Identitätsdiebstahl, Betrug und der unbefugte Zugriff auf geschützte Computer vorgeworfen. Auf Anfrage von zentralplus kann sich die Luzerner Polizei nicht weiter zum Fall äussern. Die Informationshoheit liegt beim U.S. Department of Justice, die Luzerner Polizei bekam den Auftrag und ist somit nur ausführende Stelle.

Neugier, Antikapitalismus und Spass trieben 21-Jährige an

Was trieb die 21-jährige IT-Fachperson an? Gegenüber dem amerikanischen Nachrichten- und Medienunternehmen «Bloomberg» sagte sie aus, dass es «Neugierde, der Kampf für Informationsfreiheit, eine riesige Portion Antikapitalismus und ein Hauch von Anarchismus» sei. «Und es macht einfach zu viel Spass, es nicht zu tun.»

Gegenüber dem Reporter Dan Patterson, der für «CBS News» tätig ist, sagte die Person weiter: «Ja, vielleicht sollte ich ein wenig mehr paranoid sein, als ich bin. Aber zugleich: Was würde es ändern? Ich werde genauso zielorientiert sein wie ich es jetzt bin.»

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