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FCL-Fans von spanischer Polizei «schikanös» behandelt worden
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Bereits in der 3. Minute muss FCL-Goalie Marius Müller das 0:1 durch Wu Lei einstecken. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Spürhunde und Griffe in die Intimzone FCL-Fans von spanischer Polizei «schikanös» behandelt worden

2 min Lesezeit 5 Kommentare 17.08.2019, 17:48 Uhr

Beim Rückspiel in Barcelona am vergangenen Donnerstag seien die mitgereisten FCL-Fans von der spanischen Polizei von Spürhunden untersucht worden, Griffe in die Intimzone und teilweise gar in die Körperöffnungen habe es gegeben. «Die Situation mutete sich schikanös an», so die Fanarbeit Luzern.

«Das Ausmass, wie aggressiv die spanische Polizei aufgetreten ist und wie die friedlichen Fans des FC Luzern vor und im Stadion behandelt wurden, entsetzt die Fanarbeit Luzern», heisst es in einem Facebook-Post der Fanarbeit Luzern, der diesen Samstag verfasst wurde.

Bei der Auswärtspartie in Barcelona am vergangenen Donnerstag seien mitgereiste FCL-Fans scheinbar schikanös behandelt worden.

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Bis zu 90 Minuten hätten die FCL-Fans warten müssen, bis sie ins Stadion gelassen worden seien. «Nach dem konsequenten Body Search (inklusive Schuhe ausziehen, Durchsuchen der Portemonnaies, Griffe in die Intimzonen und in Einzelfällen sogar in Körperöffnungen) wurden die Kleingruppen an einer Wand in einer Reihe von einem Spürhund abgesucht. Einmal von vorne, einmal von hinten», schreibt die Fanarbeit Luzern. «Die Situation mutete sich schikanös an, da unter anderem einzelne Fans mit grosser Angst vor Hunden dieses Prozedere durchmachen mussten.» Die Kontrolle bei den weiblichen FCL-Fans sei nochmals eine Stufe «intensiver» gewesen, heisst es.

«Mit Schlagstöcken interveniert»

Die Polizei sei in Vollmontur im Gästesektor gewesen und habe umgehend mit Schlagstöcken interveniert, wenn der Abstand zu ihnen nicht eingehalten worden sei. Ein Spürhund habe die ganze Zeit durch die Menschenmenge patrouillierte. «An Stimmung und Fussball war nicht zu denken.» Eine grosse Gruppe FCL-Fans habe in der Halbzeit aus Protest das Stadion verlassen. Verletzt oder festgenommen worden sei an diesem Spieltag niemand.

Bericht an UEFA geplant

«Der Präsident des FC Luzern war im Austausch mit der Fanarbeit und hat Einfluss beim UEFA-Delegierten genommen», heisst es weiter. Die FCL-Fans seien während dem ganzen Spieltag ruhig und friedlich gewesen. Der FC Luzern sammle nun in Zusammenarbeit mit der Fanarbeit Fakten zu den Vorkommnissen in Barcelona und werde einen ausführlichen Bericht der UEFA übergeben, heisst es abschliessend.

Hier kannst Du den ganzen Post der Fanarbeit Luzern lesen:

<<< Stellungnahme zum Spieltag in Barcelona >>>Der Spieltag für das ELQ3-Rückspiel gegen Espanyol Barcelona bleibt für…

Gepostet von Fanarbeit Luzern am Samstag, 17. August 2019

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5 Kommentare
  1. STUDER Hanspeter, 19.08.2019, 09:22 Uhr

    Ich bin 1997 aus der Schweiz nach Spanien umgezogen. Spanien ist in der EU die jüngste Demokratie. Würde in der Schweiz gegen die “sogenannten” Fans ebenso konsequent durchgegriffen würden kaum Züge blockiert Security – Polizisten angegriffen. In Spanien herrscht noch Respekt vor Polizisten wie in der Schweiz bis in die 70ziger Jahre

  2. Michael Meier, 18.08.2019, 08:08 Uhr

    Oh, und plötzlich ist es wahnsinnig schlimm wenn Fussballfans kontrolliert und etwas härter angegangen werden. Erstaunlich still sind die Fanclubs bei Ausschreitungen ihrer Fans. Was ist nun skandalöser?

  3. Michi, 18.08.2019, 02:05 Uhr

    Richtig so!!! So sollte es es vor jedem Spiel sein!! Klar waren sie friedlich so dumm sind nicht Mal die Chaoten. Knall hartes durch Greifen nur das verstehen die, sollte in der “super” League genau so auch gemacht werden.

    1. Franz, 18.08.2019, 10:04 Uhr

      Kleverer Typ. Familienväter die mit Schlagstöcken behandelt werden, nur weil sie angeblich nicht dort stehen wo sie sollen. Hoffe Sie werden einmal Opfer von Polizeigewalt. Die Fans waren von anfang an friedlich und wurden dafür schickaniert. Da muss man sich nicht über den Polizeihass gewisser fragen.

    2. René Gruber, 19.08.2019, 09:12 Uhr

      Vielleicht sollten sie mal wegkommen vom Schubladendenken und nicht alle in den selben Topf stecken!