Expertin zweifelt an neuem Label «vom Pilatus»
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Der Hofladen Niederberger in Kriens ist einer der acht Betriebe, die beim Projekt mitmachen. (Bild: zvg)

«Geografisch zu klein» Expertin zweifelt an neuem Label «vom Pilatus»

2 min Lesezeit 07.02.2020, 13:56 Uhr

Das Label «vom Pilatus» soll den Bauern und Bäuerinnen von Horw, Kriens und Schwarzenberg helfen, ihre Produkte zu vermarkten. Das dies gelingt, bezweifelt Mirjam Birrer, Geschäftsführerin des Vereins Regionalprodukte Zentralschweiz.

Am Pilatushang entstehen zahlreiche Köstlichkeiten: von Gemüse, Früchte und Honig, bis zu Käse, Konfitüre und Fleisch. Aber auch Produkte aus dem Wald wie Anfeuerholz oder Christbäume werden hier produziert.

Um diese Produkte besser vermarkten zu können hat der Regionalplanungsverband «LuzernPlus» zusammen mit den Gemeinden Horw, Kriens und Schwarzenberg das neue Label «vom Pilatus» lanciert (zentralplus berichtete).

In der aktuellen Ausgabe der «BauernZeitung» äussert nun Mirjam Birrer, Geschäftsführerin des Vereins Regionalprodukte Zentralschweiz, Zweifel an den Erfolgsaussichten.

Administrativer Aufwand ist unverhältnismässig hoch

Sie begrüsst zwar die Vernetzung der Produzenten. Sie warnt aber vor Illusionen bezüglich realisierbaren Mehrpreisen und höherer Wertschöpfung. Das geografische Gebiet sei viel zu kleinräumig für ein eigenes Label, der administrative Aufwand unverhältnismässig hoch. Zudem seien die Positionierung und die Abgrenzung des Labels bisher zu wenig erkennbar.

«Das Label ‹vom Pilatus› hat kein Profil, nur die Region wurde definiert», wird Birrer zitiert. Für das Label «regio.garantie» wäre das klar zu wenig, betont die Marketingfachfrau. Das werde es für «vom Pilatus» schwierig machen, Mehrpreise am Markt zu generieren oder entsprechende Abnehmer zu finden. Besser sollten sich Direktvermarkter mit ihren Höfen präsentieren und die eigenen Produkte beispielsweise in Tourismusstationen gemeinsam anbieten.

Bisher haben die drei Gemeinden sowie «LuzernPlus» 20’000 Franken in das Projekt investiert, nochmals so viel kam vom Bund. Nun sollen beim Bund bis 2022 weitere Mittel beantragt werden, deutlich mehr als bisher.

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