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Ein Blick zurück – auf die echten Vorteile der Ferien
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Ferien sind doch etwas Tolles. (Bild: Symbolbild)

Post-Holiday: 7 Dinge, die uns am meisten fehlen Ein Blick zurück – auf die echten Vorteile der Ferien

4 min Lesezeit 20.08.2018, 09:32 Uhr

Die Ferien sind vorbei. Und nachdem die ganze Bevölkerung wochenlang kollektiv unter der Hitze ächzte, tut sie dies nun wieder unter der Arbeitslast – das Post-Holiday-Syndrom lässt grüssen. Wir blicken nochmals sehnsüchtig zurück. Auf das Beste an den Ferien.

Das blaue Meer. Oder: die viele Freizeit. Was wir an den Ferien wirklich vermissen werden, ist nicht nur das banale Klischee. Wir vermissen so viel mehr als bloss das All-inclusive-Buffet, die beeindruckenden Tauchgänge oder die kulturellen Sehenswürdigkeiten. Wir vermissen nicht nur das In-den-Tag-hinein-Leben und die erholsame Faulheit.

Hier die besten Dinge, die wirklich nur die Ferien bieten.

Die eigene Freundlichkeit

«In den Ferien sind immer alle so nett!» Egal, wo man ist, komischerweise. Doch vielleicht liegt es ja tatsächlich daran, dass man nicht mit mürrischem, hektischem Schritt und Blick auf die Schuhspitzen durch die Strassen eilt, sondern sich umschaut, die Menschen wahrnimmt, sie anlächelt. Möglich? Na, dann wäre das schon mal ein Punkt, den man aus den Ferien doch ohne viel Aufwand in den Alltag rüberretten könnte.

Nicht Waschen zu müssen

Haushalten ist für die meisten Menschen nicht gerade das Highlight der Woche. Deshalb haben auch die Ferien einen massiven Vorteil.

Die Reinigung der Bettwäsche im Hotel oder Airbnb wird übernommen. Das Frottee-Tuch für den Strand ist bereits am zweiten Tag eine einzige Sandschleuder. Da lohnt sich sowas wie Waschen bis zum letzten Tag sowieso nicht.

Und der Bikini als ständiges Outfit kann unter der Dusche gleich mitgereinigt werden. So bleibt ein leidiges Thema für eine Weile unbeachtet.

Der Nachbar als Pöstler, Gärtner und Tierpfleger

Ferienzeit ist die Zeit des Schlüsseltauschs. Wohnungsschlüssel, Briefkastenschlüssel, Kellerschlüssel. Überall wechseln sie den Besitzer, Aufträge werden ausgetauscht, Pflanzen-Standorte aufgelistet.

Und dann kümmert sich der Nachbar: Er bringt die Post hoch, füttert die Katze, oder das Meerschweinchen, er lüftet und giesst die Pflanzen. Zuvorkommend und pflichtbewusst. Eigentlich müsste man einführen, dass diese Aufgaben noch ein paar Tage länger in seiner Verantwortung bleiben. Die Ankunft wäre so viel entspannter.

Seltsame Trends beobachten

Wenn man, besonders am Strand, mal kurz das Buch zur Seite legt, entdeckt man oft seltsame Geschehnisse am Wasser. Menschen sitzen auf aufblasbaren Flamingos, bewegen stumm die Lippen. Sie wiederholen immer wieder dieselben Choreografien, so lasziv wie möglich in die Handykamera der Begleitung.

Nachdem man in den vergangenen Jahren vor allem beobachten konnte, wie Menschen – meist Damen – sich am Strand in Pose warfen, um zum perfekten Fotosujet zu werden, ist der Trend dieses Jahr bereits auf der nächsten Stufe angelangt. Menschen – meist Herren –, die sich in seltsame Posen werfen, um eine andere Pose gut auf die Kamera zu bekommen, werden zum beliebten Fotosujet. Wir sind gespannt, was im nächsten Jahr in den Fokus rückt.

Die Leere

Selbst wer in den Ferien zuhause geblieben ist, wird sie bald richtig vermissen. Dann nämlich, wenn auf den Strassen, im ÖV und im Laden wieder ständig Menschen im Weg stehen. Man wird angerempelt, kommt nicht zum gewünschten Käse, da davor eine Familie lautstark ihr Abend-Menü umplant, und schon wieder wurden die Zehen Opfer einer Trampelattacke.

Man hatte fast vergessen, dass es nicht immer so ist wie in der Ferienzeit. Es hatte Platz. So richtig viel Platz. Die Autos standen vollgestopft am Gotthard, nördlich davon waren die Strassen wie leergefegt.

In den Geschäften konnte man seine Glace direkt aufs Fliessband legen. Die Kassiererin war entspannt, nahm sich Zeit für einen kurzen Schwatz. Vergass vor lauter Entspanntheit die Frage nach der Cumulus-Karte. Ein Paradies.

Die Mitbringsel-Bescherung

«Lass uns noch kurz in den Laden gehen, ich will was Kleines für meine Mutter besorgen.» Für den Vater, den Freund, die Arbeitskollegin, fürs Grosi oder die Nachbarn.

Und zägg, hat man am Ende der Ferienzeit lauter kleine Öl-Fläschchen, kleine Salz-Döschen, kleine Seifen, vielfarbige Behältnisse, kitschige Magnete und Perlen-Armkettchen auf dem Gabentisch stehen.

Weniges kann man benutzen, einiges weiterverschenken, wenn’s mal knapp wird, und ein Teil eignet sich hervorragend, um Kinder ruhigzustellen.

Kinofilme

Fliegen ist nicht gut fürs Klima. Aber es ist schnell. Und man kann immer alle Kinofilme schauen, die man das Jahr über verpasst hat. Weil man vor lauter Theater, Konzerten und Vernissagen nicht dazu gekommen ist. Oder manchmal fairerweise auch vor lauter Rumhängen und Trash-TV auf dem Sofa. Endlich hat man nun die Zeit, sich all die Oscar-prämierten Meisterwerke und billigen Action-Komödien reinzuziehen.

Und man muss sich das Essen währenddessen nicht mal selbst holen, die Toilette ist extrem nahe, man kann die Füsse auf den Sitz nehmen (solange man die Schuhe ausgezogen hat) und wenn man nicht die bösartigen Ohrstöpsel der Airline nutzt, hat man den Ton so intensiv, dass man selbst den schnarchenden Nachbarn komplett ausblenden kann.

Und die Flugbegleiter nehmen es einem auch nicht übel, wenn man ihnen während «The Post» vor lauter Spannung fast das Getränk aus der Hand haut. Man bekommt trotzdem ein «Schoggälädli».

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