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Die Zukunft der Flutlichtanlage liegt noch im Dunkeln
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Viele Expats und Ausländer integrieren sich in Walchwiler Vereinen – wie hier im Tennsiclub. (Bild: zvg)

Neuer Anlauf für Tennisplätze in Walchwil Die Zukunft der Flutlichtanlage liegt noch im Dunkeln

4 min Lesezeit 06.07.2018, 14:00 Uhr

Der Tennisclub in Walchwil braucht dringend neue Plätze. Grund: Die jetzigen in der Dürrenburg werden mit Wohnhäusern überbaut. Nun hat die Gemeinde ein neues Baugesuch eingereicht und hofft, dass endlich gebaut werden kann. Eine Sache hängt allerdings noch in der Schwebe.

In Walchwil kann man leicht in Schräglage geraten – nicht nur, weil die Gemeinde am Hang liegt. Das hat in der jüngsten Vergangenheit der Tennisclub Walchwil erfahren müssen. Denn der Bau der neuen Tennisanlage auf dem Lienisberg hat sich verzögert, weil Beschwerden eingereicht wurden.

Zwei neue Allwetter-Gummigranulat-Tennisplätze geplant

Bekanntlich sollen ja zwei neue Allwetter-Gummigranulat-Tennisplätze sowie eine Flutlichtanlage auf dem Lienisberg entstehen, weil die bisherige Zwei-Platz-Anlage der rund 100 Mitglieder des TC Walchwil in der Dürrenburg einer Wohnüberbauung weichen muss.

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Doch während der Fussballplatz auf dem Lienisberg inzwischen erneuert und auch das nigelnagelneue Clubhaus des FC Walchwil Mitte Mai eingeweiht wurde, harren die zwei neu geplanten Tennisplätze noch ihrer Verwirklichung durch die Gemeinde – die ja Bauherr ist.

So sehen die offiziellen Baupläne auf dem Walchwiler Lienisberg für Fussball und Tennis aus. Während der neue Fussballplatz und das neue Clubhaus bereits realisiert worden sind, sollen die Tennisplätze bis Ende des Jahres fertiggestellt sein.

So sehen die offiziellen Baupläne auf dem Walchwiler Lienisberg für Fussball und Tennis aus. Während der neue Fussballplatz und das neue Clubhaus bereits realisiert worden sind, sollen die Tennisplätze bis Ende des Jahres fertiggestellt sein.

(Bild: woz)

Eigentlich sollten die neuen Tennisplätze bereits Ende 2017 fertig sein. Nun verzögert sich das Ganze um ein Jahr. Und der Matchball ist noch längst nicht gespielt.

Grund: Dieses Projekt stiess zunächst auf Gegenwind. Denn die Organisation Pro Natura Zug hatte in der Sorge um Flora und Fauna auf dem Lienisberg eine Beschwerde gegen die entsprechende Änderung der Bauordnung eingereicht, die im November 2016 von der Gemeindeversammlung beschlossen wurde.

«Die Flutlichtanlage wird erst später kommen.»

René Loosli, Bauchef Walchwil

Sprich, der Zuger Regierungsrat musste dieser Anpassung zuerst zustimmen. Inzwischen ist dieses Hindernis aus dem Weg geschafft worden, und die Gemeinde Walchwil hat, wie im Zuger Amtsblatt zu lesen ist, ein neues Baugesuch für die beiden Tennisplätze aufgegleist. Kostenpunkt für die beiden Plätze inklusive Umzäunung und Flutlichtanlage: rund 600’000 Franken.

Grosse Hecke soll Tennisplätze vom Wald abschirmen

Allerdings hat der Bau unter einigen Auflagen zu erfolgen. Beispielsweise soll eine grosse Hecke den Spielbetrieb auf den Tennisplätzen gegenüber dem Wald und der dortigen Flora und Fauna abschirmen. Insbesondere, wenn die Courts unter Flutlicht stehen. 

Insgesamt sollen zwölf Flutlichtmasten den Fussballplatz und den Tennisclub auf dem Walchwiler Lienisberg ausleuchten.

Insgesamt sollen zwölf Flutlichtmasten den Fussballplatz und den Tennisclub auf dem Walchwiler Lienisberg ausleuchten.

(Bild: flickr.com)

Apropos. Die Sache mit dem Flutlicht für Tennisplätze und Fussballfeld steckt noch im Dunkeln. «Die Flutlichtanlage wird erst später kommen», sagt Walchwils Bauchef René Loosli gegenüber zentralplus.

Spezialisten der Firma Tensor AG aus Horgen überprüfen zusammen mit Biologinnen von Swild nämlich derzeit die Folgen einer solchen Flutlichtanlage für Flora und Fauna auf dem Lienisberg. «Wir erwarten bis 20. Juli deren Bericht», so Loosli.

Insgesamt maximal zehn Flutlichtmasten geplant

Grundsätzlich sollen maximal zehn Flutlichtmasten für den Fussballplatz und die beiden Tennisplätze aufgestellt werden – vier für den Fussball, sechs fürs Tennis. Denn auch auf dem Fussballplatz des FC Walchwil gab es bisher keine Lichtanlage. «Es hatte dort nur zwei Lampen, unter deren Licht die Junioren, nicht aber die erste Mannschaft behelfsmässig trainieren konnte», erklärt der FDP-Gemeinderat.

«Konkret heisst das etwa, dass das Flutlicht nicht jeden Abend bis 22 Uhr brennen darf.»

René Loosli

Für das Einschalten des Flutlichts habe die Gemeinde Walchwil dem Kanton Zug grundsätzlich versprechen müssen, die Lichtanlage möglichst schonend für die Naturlandschaft in der Zone für Erholung und Sport zu nutzen. «Konkret heisst das etwa, dass das Flutlicht nicht jeden Abend bis 22 Uhr brennen darf», sagt Loosli. Geplant ist, dass die Tennisplätze von 6 bis 22 Uhr benutzt werden können.

Macht Pro Natura Zug noch eine Einsprache?

Sollte es zu keinen Einsprachen gegen das Tennisplatz-Baugesuch auf Korporationsland mehr kommen, geht die Einwohnergemeinde davon aus, dass die Anlage noch in diesem Jahr fertiggestellt werden könnte.

Doch ob es tatsächlich ganz ohne Einsprachen abgeht – das ist eben noch nicht gewiss. Denn wie André Guntern, Präsident von Pro Natura Zug, gegenüber zentralplus äusserte, will sich der Vorstand den Entscheid des Zuger Regierungsrats zur umstrittenen Umzonung nochmals in aller Ruhe zu Gemüte führen. Guntern: «Sprich, ob die Auflagen auch alle entsprechend umgesetzt werden.»

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