Hunger! Doch keine Sorge, der ist in Zug auch mit kleinem Budget zu stillen. (Bild: fotolia)
Regionales Leben Essen und Trinken

Hunger! Doch keine Sorge, der ist in Zug auch mit kleinem Budget zu stillen. (Bild: fotolia)

Wo man in Zug am günstigsten essen kann

5min Lesezeit

«In Zug kann man sowieso nirgends günstig essen» – diesen Satz bekommt man nicht selten zu hören. Dass dies nicht stimmen muss, zeigen zahlreiche Beispiele mit durchaus kreativen Menüs abseits von Döner und Hamburger. Doch sie sind gut verteilt in der Kolinstadt.

Wer an einen billigen Mittagshappen in Zug denkt, dem dürfte ziemlich bald das «Podium 41» in den Sinn kommen. Das Restaurant in unmittelbarer Seenähe bietet Mittagsmenüs mit Salat oder Suppe ab 14.50 Franken (Vegi) an. Für das Fleischmenü sind es zwei Franken mehr.

Eine App gegen Essen im Abfall

Mit «Too good to go» gibt es eine App, um übrig gebliebenes Essen von Restaurants, Bäckereien und Läden kaufen zu können. Diese kann man gratis über den Apple oder Google Play Store runterladen. Bezahlt wird direkt über die App oder die Website mit PayPal oder per Kreditkarte. So erhält man eine Quittung, die man beim Besuch im Betrieb vorzeigen muss.

Die mögliche Abholzeit wird jeweils im Vorhinein angegeben. Die Lebensmittel kosten durchschnittlich etwa einen Drittel des ursprünglichen Kaufpreises. Das Ganze eignet sich eher für Spontane, da Restangebote jeweils meist erst kurz vor Ladenschluss abholbereit sind.

Die Podium-Betreiberin «GGZ@Work» unterhält während den Wintermonaten zusätzlich eine Mittagsbeiz mit denselben Preisen auf dem Gastschiff Yellow. Für Inhaber einer Bezugskarte, die beispielsweise Sozialhilfeempfänger beantragen können, sind es jedoch nur fünf Franken.

Es muss nicht immer Fleisch sein

Das Thema Vegi kann man noch etwas vertiefen im Restaurant «Gärtnerei» an der Poststrasse. Eine Tagessuppe gibt es ab 9.90 Franken. Einen Eggcellent- oder Tofufeeburger bekommt man für 10.90 Franken zwischen die Zähne. Die Namen der Hamburger dürften selbsterklärend sein.

Sogar noch ein bisschen günstiger als in der «Gärtnerei» ist die Suppe im Bistro «Monsieur Baguette» an der Baarerstrasse. Für 9.50 Franken bekommt man eine Currysuppe mit Mandeln und Äpfeln. Für ein Focaccia mit Ziegenkäse und Kürbis oder Rohschinken sind es 12.20 Franken.

Pizza, Pasta und Lasagne

Noch mehr Italien-Feeling als beim Focaccia-Verzehr im Bistro kommt im Restaurant der «Colonia Italiana» in Steinwurfnähe zur Burg Zug auf. Neben südländischem Lebensgefühl gibt es auch Spezialitäten aus dem Stiefelland zu moderaten Preisen. Am Mittag werden jeweils drei Menüs inklusive Salat oder Bruschetta angeboten.

Die Colonia Italiana: Italienisches Lebensgefühl mit der Burg Zug als Kolosseum-Ersatz in unmittelbarer Nähe.
Die Colonia Italiana: Italienisches Lebensgefühl mit der Burg Zug als Kolosseum-Ersatz in unmittelbarer Nähe. (Bild: sib)

Das Pasta-Menü kostet 14.50 Franken. Für das Pizza-Menü ist es ein Füfzgi weniger. Die Fleischvariante gibt es ab 17 Franken. Am Abend ist dann à la carte angesagt: Spaghetti Bolognese oder Lasagne sind für 15 Franken zu haben, Penne all’arrabbiata für 12.50.

Im «Lunch Break by Costantino» kommen vor allem Studenten auf ihre Kosten: Für sie kostet eine Pizza nur 8 Franken. Für Nichtstudis sind es 12.

Der Kebab darf nicht fehlen

Selbst im Take-away-Teil der Metalli-Migros finden sich Sitzgelegenheiten. Für knapp 14 Franken bekommt man verschiedene Tagesmenüs. Reicht man eine Zehnernote, gibt es dafür Fusilli oder Linguine und einen Zehnräppler zurück.

Studenten kommen im «lunch Break by Costantino» auf ihre Kosten.
Studenten kommen im «Lunch Break by Costantino» auf ihre Kosten. (Bild: sib)

Von Italien nach Japan

Von Italien bewegen wir uns weiter nach Japan. Bei «Yooji’s» im Bahnhof bekommt man Misosuppen schon ab 5.90 Franken, Nudelsuppen ab 11.80 Franken.

Wer lieber etwas Beissfestes zwischen den Zähnen hat, dem seien Sashimi, Tatar oder Donburi und Chirachi für jeweils 12.90 Franken ans Herz gelegt. Zudem bekommt man für knapp 9 Franken acht Makirollen.

Sucht man via «Too good to go»-App (siehe Box) von Zug aus nach Betrieben mit Restangeboten, lassen sich doch einige Anbieter finden: Für Sushiliebhaber stellen das «Kaiten» am Kolinplatz für 7.95 Franken und das «Negishi» im Metalli für 12 Franken einen Sushiteller zusammen.

Via App «Too good to go» kann im Kaiten ein Sushiteller abgeholt werden.
Via App «Too good to go» kann im Kaiten ein Sushiteller abgeholt werden. (Bild: sib)

Von Ofenkartoffel bis Chiapudding

«Dean&David» an der Baarerstrasse hat sich Frische und Qualität auf die Fahnen geschrieben. Für 4.95 Franken kann man sich eine Bestellung für verschiedenste Produkte sichern: Currys, Sandwiches, Wraps, Salate, Kuchen, Muffins oder Snacks im Becher wie Bulgur, Milchreis oder Chiapudding.

Auch die eingangs erwähnte «Gärtnerei» ist Teil des Projekts. Für 7.50 Franken stehen vegane «Super Bowls» zum Abholen bereit. Für 4.50 Franken gibt es zudem eine gefüllte Ofenkartoffel oder ein Sandwich.

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