(Bild: Emanuel Ammon/AURA)
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Mit dem Bus ins Spital: Luzern verbessert öV-Verbindungen

2min Lesezeit

Die Luzerner Stadtregierung gibt bekannt, wie die öV-Erschliessung des Kantonsspitals künftig verbessert werden soll. In den nächsten fünf Jahren wird im Bereich öV einiges passieren – trotz dem neuen Parkhaus des Spitals. Vor allem der Norden soll besser eingebunden werden.

Wird beim Kantonsspital Luzern das Mobilitätsmanagement des Spitals umgangen? Das befürchtet Luzerner Grossstadträtin Korintha Bärtsch, weil ein neues Parkhaus mit rund 600 Parkplätzen geplant ist (zentralplus berichtete). Die Grünen-Politikerin wollte vom Stadtrat wissen, wie die öV-Verbindungen zum Spital hin künftig verbessert werden können.

Der Stadtrat schreibt in seiner Antwort, welche Massnahmen bereits geplant sind. So wird ab dem zweiten Halbjahr 2017 eine elektrische Busspur in der Spitalstrasse, in Richtung Kreuzstutz umgesetzt werden (zentralplus berichtete). Dort staue sich der Verkehr während der Stosszeiten nämlich regelmässig und die Busse hätten mit Verspätungen zu rechnen.

öV-Kapazität um 50 Prozent erhöhen

Weiter plant die Stadtregierung ab Ende 2019 die 19er-Linie in einem 7.5-Minuten-Takt zu führen – bisher fahren die Busse 18 und 19 abwechselnd im 15-Minuten-Takt. Dafür fällt die 18er-Linie für die Stadtbewohner weg – diese soll von Littau via Spital nach Ebikon, zum bis dahin neu erstellten Bushub führen. Damit vergrössert sich die Gesamtkapazität der öV um 50 Prozent.

Ab 2022 soll dann die R-Bus-Linie 2 mit der R-Bus-Linie 8 verknüpft werden. Dazu könnte die Linie 2 ab Kreuzstutz via Kantonsspital und Schlossberg zum Bahnhof Luzern und dann nach Hirtenhof geführt werden. Die R-Busse sind mit ihren zwei Gelenken die grössten Busse der Verkehrsbetriebe Luzern.

Insgesamt hätten die Emmer vier Minuten länger mit dem Bus in die Stadt, deshalb sei für die direkte Verbindung primär die S-Bahn vorgesehen, so der Stadtrat.

Nördliche Agglomeration besser erschliessen

Vor allem sieht der Stadtrat Bedarf bei der Erschliessung der nördlichen Agglomeration – diese soll im Bezug auf das Kantonsspital künftig ausgebaut werden. Weiter, so heisst es in der Antwort, sähe man Verbesserungspotenzial auf verschiedenen innerstädtischen Streckenabschnitten. In der Hauptverkehrszeit gebe es teilweise hohe Verlustzeiten.

Der Stadtrat plant Busbevorzugsmassnahmen kurz- bis mittelfristig auf der Basel- und Spitalstrasse – aber längerfristig zielt das Gesamtverkehrskonzept der Stadt in Richtung Ausbau der öV.

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