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Corona-Kredite missbraucht: Zwölf Verdachtsfälle in Luzern
  • Wirtschaft
In Luzern laufen zwölf Verfahren wegen Verdachts auf Betrug bei der Vergabe von Corona-Krediten. (Bild: Symbolbild Pixabay)

Staatsanwaltschaft ermittelt Corona-Kredite missbraucht: Zwölf Verdachtsfälle in Luzern

2 min Lesezeit 1 Kommentar 06.06.2020, 16:30 Uhr

Die Corona-Kredite des Bundes sollen Firmen und Betriebe retten. Doch auch in Luzern gibt es schwarze Schafe, die sich an den unbürokratisch verteilten Krediten bereichern wollen.

«Im Moment untersuchen wir im Kanton Luzern zwölf Fälle wegen möglichem Betrug im Zusammenhang mit Corona», bestätigt Simon Kopp auf Anfrage von zentralplus. Weitere Details kann er im Moment nicht verraten, weil die Untersuchungen noch laufen.

Dass die Corona-Kredite Betrüger anlocken, ist bereits aus anderen Kantonen bekannt. Bereits Mitte Mai teilten die Kantonspolizei Zürich und die Zürcher Staatsanwaltschaft mit, dass in rund 30 Fällen Ermittlungen aufgenommen wurden. Dabei gehe es meist um Betrug und Urkundenfälschung, möglicherweise auch um Geldwäscherei.

Die Beschuldigten werden verdächtigt, in ihren Anträgen falsche Angaben zu machen — etwa zu der Umsatzhöhe. Diese entscheidet über den Maximalbetrag des Kredits. Oder es würden Anträge für konkursreife Gesellschaften gestellt.

Oftmals fliesst das Geld ins Ausland

Die so erlangten Kredite würden dann, gemäss Polizei und Staatsanwaltschaft, entweder auf Privatkonten oder ins Ausland transferiert. Oder sie würden für nicht coronabedingte Zwecke verwendet, wie für die Rückzahlung von privaten Darlehen. Der genaue Deliktsbetrag könne derzeit noch nicht beziffert werden.

In der Ostschweiz untersuchen die Staatsanwaltschaften Deliktsummen zwischen 30’000 und 470’000 Franken. In der Waadt kam es Mitte Mai zu Hausdurchsuchungen. Mutmassliche Betrüger hatten mehrere Millionen Corona-Hilfskredite erschlichen und 1,5 Millionen Franken ins Ausland transferiert.

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1 Kommentare
  1. Beat Kaufmann, 09.06.2020, 10:05 Uhr

    Rigoros untersuchen und SOFORT des Landes verweisen. MIT Familiennachzug ins Ausland, wohlverstanden. so handhaben es auch arabische Länder. da gibt es zwar auch etwas Kriminalität, aber nur in geringem Masse. und mit solchen Leuten wir kurzer Prozess gemacht. innert Stunden verlassen diese das Land.
    und Schweizer (es hat ganz bestimmt auch solche, denken wir nur an die mysteriösen Pfandleihrückzahlungen) müssen ebenfalls sehr hart angefasst werden.

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