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Secondhand-Mode in Luzern – mit Geduld und Glück
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Wo findet man Secondhand-Mode in Luzern?   (Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Wo finde ich die Secondhand-Shops? Secondhand-Mode in Luzern – mit Geduld und Glück

4 min Lesezeit 07.07.2016, 13:48 Uhr

Secondhand-Mode als Alternative zur ökofairen Neuware. Dies sollte auch in der Stadt Luzern möglich sein, findet Bloggerin Rebekka Sommerhalder. Die Suche danach bedingt jedoch so einiges an Geduld und Glück.

Zweimal im Jahr fahre ich nach Berlin. Beruflich. Fashion Week. Ich hänge da aber immer noch ein paar private Tage an. Weil ich Berlin unglaublich inspirierend finde. Es ist nicht die schönste, nicht die romantischste und nicht die fortschrittlichste Stadt. Für mich ist sie dennoch irgendwie die tollste.

Vergangene Woche durfte ich wieder hin. Berlin und ich vereint, welche Freude! Für meine bescheidenen Schweizer Verhältnisse bietet die deutsche Hauptstadt überwältigende Dimensionen. Alles ist grösser, weiter und vor allem vielseitiger. Insbesondere die Auswahl an interessanten Secondhandshops nimmt kein Ende.

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Als Alternative zur ökofairen Neuware

Mode aus zweiter Hand ist für mich persönlich die einzige Alternative zu ökofairer Neuware. Warum? Das ist relativ schnell erklärt: Das grösste Problem in der Modebranche ist die Verschwendung – mehr dazu in meinem letzten Blogpost –, und Secondhand hält hier dagegen. Gute Kleider, die vom ersten Besitzer oder der ersten Besitzerin nicht mehr geliebt und getragen werden, finden ein neues Zuhause. Anstatt wegzuwerfen, wird weitergegeben. Schonend fürs Budget und abwechslungsreich für den Kleiderschrank. Mit etwas Glück und Geduld findet man nämlich immer mal wieder eine echte Perle.

Zurück in Luzern frage ich mich: Wenn ich Secondhand doch so wahnsinnig toll finde, warum nur in Berlin? Warum nicht auch zu Hause? Ehrlich gesagt habe ich noch nicht mal eine Ahnung, wie das Angebot in Luzern aussieht. Das soll sich ändern. Also steht mein neustes Projekt fest.

Herausforderung Nr. 1: Wo seid ihr denn?

Die anfängliche Begeisterung flacht schnell ab. Zwei, drei Secondhands sind mir bereits bekannt. Aber ich will ja auch Neues entdecken. Also frage ich Google. Nicht, dass ich der Ober-Web-Recherche-Crack wäre, aber in der Regel finde ich online, wonach ich suche. Entsprechend bin ich doch etwas erstaunt: Die Suchabfragen geben wenig her. Die mir vorliegende Liste ist enttäuschend kurz.

Ist das tatsächlich die ganze Wahrheit? Wahrscheinlich nicht, aber ich bin heillos überfordert, eine nicht webbasierte Suche zu starten. Natürlich habe ich Freunde gefragt, die konnten leider nicht wirklich weiterhelfen. Also belasse ich es bei der übersichtlichen Liste und hoffe, sie kann mich dennoch glücklich machen.

«Vom überfüllten Krimskrams-Shop bis zur aufgeräumten Vintage-Boutique ist alles dabei.»

Herausforderung Nr. 2: Warum tut ihr so geheimnisvoll?

Dann schaue ich mal genauer auf die Mini-Liste: Was bietet ihr, wo finde ich euch, und wann darf ich euch besuchen? Und da bin ich ein zweites Mal leicht irritiert. Kaum einer hat eine Website. Wenn’s gut geht, findet man ein Facebook-Profil oder einen Eintrag in einem Forum. Ich werde den Eindruck nicht los, dass keiner von mir gefunden werden will. Gehört sich das nicht, wenn man Secondhand-Mode verkauft? Soll das eine geheimnisvoll-mystische Anziehung bewirken? Naja, diese Marketing-Strategie überzeugt mich mässig.

Es bleibt mir nichts anderes übrig, als relativ planlos die Liste abzuarbeiten. Und leider passiert, was ich befürchtet habe: Bei der ersten Tour stehe ich des Öfteren vor verschlossenen Türen. (Ja, okay, ich hätte auch anrufen können. Habe ich aber nicht.) Etwas weniger Geheimnistuerei wäre für mich auch okay. Einfach, dass es mal gesagt ist.

Herausforderung Nr. 3: Wann kommen Geduld und Glück?

Beim zweiten Versuch klappt es dann doch ziemlich gut: Ich besuche sechs von sieben Läden. In der ganzen Stadt verteilt, bieten sie mir eine hübsche Auswahl. Vom überfüllten Krimskrams-Shop bis zur aufgeräumten Vintage-Boutique ist alles dabei. Von der 5-Franken-Modeschmuck-Haarspange bis zum 200-Franken-Designer-Mantel. Gekauft habe ich trotzdem nichts.

Ich muss allerdings zugeben: Ich war irgendwie nicht so mit Herz dabei. Liste abarbeiten klingt ja auch nach Arbeit. Falsche Herangehensweise, ich sollte es besser wissen. Und dann noch diese negative Grundeinstellung: Nur sieben Secondhandshops in der ganzen Stadt – das kann ja nichts werden!

Dabei: Für das eher beschauliche Luzern ist das gar nicht so schlecht. Sieben Läden mit einer mehrheitlich hübschen Auswahl, das kling doch eigentlich ganz vielversprechend. Und wie sagte ich anfangs so schön: Es braucht Geduld und Glück, die wirklich tollen Schmuckstücke zu finden.

Und damit die zentralplus-Leserinnen sich die Suche ersparen können, nachfolgend die besuchten Geschäfte:

  • Ali Baba, Löwengraben 5, 6004 Luzern 

  • Diva, Klosterstrasse 7, 6003 Luzern 

  • Judy’s Kleiderbörse, Steinenstrasse 21, 6004 Luzern
  • Purpur, Haldenstrasse 5, 6006 Luzern 

  • Second Vogue, Dornacherstrasse 7, 6003 Luzern 

  • Tootsies, Kauffmannweg 8, 6003 Luzern 

  • Ziitlos, Mythenstrasse 7, 6003 Luzern

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