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Ähnliches Projekt in Thun

2 min Lesezeit 04.04.2015, 10:38 Uhr

Mit einem unterirdischen Parkhaus im Musegghügel soll die Luzerner Innenstadt vom Verkehr entlastet werden. In Thun ist ein solches Projekt schon fast zur Ausführung bereit. Von den dort gemachten Erfahrungen sollen nun auch die Luzerner Initianten lernen.

Das neue unterirdische Parkhaus im Musegghügel soll die Luzerner Innenstadt vom Verkehr entlasten. Geplant ist dieses Projekt von einer privaten Trägerschaft mit Unterstützung vom Luzerner Stadtrat. In der Stadt Thun ist man dieser Frage schon einen Schritt weiter, wie die «Neue Luzerner Zeitung» am Samstagmorgen berichtet. Auch die Strategie in Thun weist eine gewisse Ähnlichkeit zu Luzern auf. Das unterirdsche Parkhaus in Thun soll im Thuner Schlossberg gebaut werden.

Beschwerde hängig

Trotz der Ausführungsbereitschaft des Projekts, die offizielle Baubewilligung der Stadt fehlt noch. «Doch wir erwarten diese in den nächsten Wochen», sagte die Parkhaus Thun AG, Bauherrin des neuen Schlossberg-Parkings, vor kurzem.

Der Grundgedanke bezüglich der Verkehrsentlastung in der Innenstadt und das Abbauen oberirdischer Parkplätze ist in Thun und Luzern ähnlich. Rund 600 Parkplätze in der Luzerner Innenstadt sollen nach der Eröffnung des Musegg-Parkings abgebaut werden. Wie in Luzern gibt es auch in Thun kritische Stimmen.

Unterschiede zwischen den beiden Projekten gibt es aber dennoch. In Thun stand nie ein alternatives Projekt wie jenes der Metro in Luzern zur Diskussion. Auch die Carparkierung, ein zentraler Punkt in Luzern, war in Thun nie ein Thema.

Beteiligung der Stadt Thun

Kostentechnisch unterscheiden sich die beiden Projekte ebenfalls. In Thun rechnet man mit Gesamtkosten von 40 bis 50 Millionen Franken, wobei die Musegg Parking AG mit Investitionskosten von 150 Millionen Franken rechnet.

Keinen Sprengvortrieb

Eine Teilschnittmaschine soll den Fels wegfräsen. Dieses Vorgehen minimiert Risiken, welche durch einen Sprengvortrieb entstehen könnten. Dass das Verfahren dennoch umstritten ist, zeigt die hängige Einsprache. Auch in Luzern haben besorgte Anwohner mit einer Volksmotion vor einer «statischen Gefährdung der Museggmauer durch die Aushöhlung des Musegghügels» gewarnt. Fritz Studer, Verwaltungsratspräsident der Parkhaus Musegg AG, erklärte, dass man das Projekt in Thun genau beobachten und die dortigen Erfahrungen aufnehmen wolle.

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