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Genf, Biel und Lausanne haben, was Luzern will 4 bis 14 Wochen Vaterschafts-Urlaub für Luzerner Stadtangestellte

2 min Lesezeit 03.07.2017, 15:15 Uhr

Mindestens 20 Tage mit Verlängerungsoption auf 14 Wochen: So soll künftig der Vaterschafts-Urlaub der Luzerner Stadtangestellten aussehen. Dies fordern die Grünen, die SP und deren Jungparteien.

Luzerner Politiker der Grünen und der SP sowie deren Jungparteien fordern in einem Postulat einen zwanzigtägigen bezahlten Vaterschafts-Urlaub für Angestellte der Stadt bei der Geburt oder Adoption eines Kindes. Dies teilten die Parteien am Montag mit. Anfangs Juni 2017 kam die nationale Volksinitiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub» erfolgreich zu Stande. Sie verlangt die Einführung eines bezahlten Vaterschaftsurlaub von 20 Tagen.

Zudem soll es möglich sein, dass werdende Väter ein Gesuch einreichen können, um maximal 14 Wochen unbezahlten Urlaub für die Zeit sechs Monate nach Geburt oder Adoption eines Kindes einzureichen.

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Luzern soll sich fortschrittlich positionieren

Die Parteien schreiben weiter, dass die «Stadt Luzern sich als attraktive, fortschrittliche Arbeitgeberin positionieren soll.» Gemäss Personalverordnung stünden aktuell den Vätern 10 Tage Vaterschaftsurlaub zu. Damit gehöre die Stadt Luzern nicht zu den Grosszügigsten. So gewähren Genf, Biel, Neuenburg und Lausanne 4 Wochen, Bern 3 Wochen. Auch zahlreiche private Arbeitgeber ermöglichen freiwillig attraktive Lösungen für Väter: Die Migros, IBM, Mobiliar, Raiffeisen oder Clariant gewährt 3 Wochen Vaterschaftsurlaub, Mobility, Ikea und Axa gar 4 Wochen Vaterschaftsurlaub.

Beteiligung der Väter erleichtert Berufseinstieg der Mütter

Viele Arbeitgeber kennen zudem in ihren Personalreglementen grosszügige Regelungen bezüglich unbezahlten Urlaubs nach der Geburt eines Kindes. So gewährt der Bund einen mehrmonatigen unbezahlten Urlaub, wenn nicht „zwingende betriebliche Gründe“ dagegen sprechen. Die Gesuche seien zudem „wohlwollend zu prüfen“.

Speziell zu erwähnen sei zudem, dass eine frühe gleichberechtigte Beteiligung der Väter an der Kinderbetreuung dazu führen kann, dass Mütter den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt schneller wagen, was auch aus volkswirtschaftlicher Sicht zu begrüssen ist.

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