Wirtschaft
Lockdown besiegelt den Konkurs

Fitness-Club «Indigo» geht auch in Zug der Atem aus

Die Laufbänder im Indigo-Fitness in Zug bleiben definitiv ausser Betrieb. (Bild: Beat Holdener)

Das Indigo Fitness Zug öffnet auch nach Ende des aktuellen Lockdowns nicht mehr und schliesst definitiv seine Tore. Dies geht aus einer Mitteilung an die Club-Mitglieder hervor. Wegen Zahlungsschwierigkeiten wurde dem Betrieb der Mietvertrag gekündigt. Im letzten Sommer musste bereits das Studio in Luzern dichtmachen.

Der Indigo-Fitness-Club muss seine Räumlichkeiten beim Güterbahnhof Zug per Ende Februar abgeben. «Die Vermieterschaft hat uns den Mietvertrag ausserterminlich gekündigt, da wir die Miete nicht bezahlen konnten», schreibt der CEO und Gründer Jonas Caflisch in einem E-Mail an die Mitglieder. Die Firma werde mangels finanzieller Reserven Konkurs gehen, entweder durch Hinterlegung der Bilanz des Gründers Caflisch oder Betreibung durch den Vermieter.

Die seit fast einem Jahr andauernde Corona-Krise traf den Fitness-Betrieb ins Mark. Schon vorher war die 2017 gegründete Firma allerdings wirtschaftlich nicht in Form, wie Jonas Caflisch einräumt: «Die Indigo Fitness AG hatte mit der Mitgliederzahl der letzten Jahre und den damit zusammenhängenden Umsätzen schon immer Mühe, die Miete vollumfänglich und pünktlich zu bezahlen.» Den Vermietern macht er deshalb wegen der ausserterminlichen Kündigung keinen Vorwurf.

Mitarbeiter müssen einen neuen Job suchen

Der CEO bedauert die Schliessung und verspricht, sich persönlich dafür einzusetzen, dass die betroffenen Mitarbeitenden in anderen Fitness-Clubs eine Anstellung finden. Die bezahlten Beiträge werden an die Mitglieder nicht rückerstattet. Diese haben jedoch die Möglichkeit, den Vertrag auf Indigo-Filialen in Zürich, Basel oder Genf umschreiben zu lassen. Auch die Migros-Fitnesscenter machen ein Anschlussangebot.

Die Zuger Filiale ist nicht die erste, welche Indigo nicht rentabel betreiben konnte. Im letzten Sommer musste bereits das Studio in Luzern dichtmachen (zentralplus berichtete). Die Fitnessbranche ist durch die Corona-Situation und angeordnete Schliessungen generell angeschlagen. Weil Anfang Jahr normalerweise viele Abonnemente verlängert werden, spitzt sich momentan die Situation zu. Branchenkenner befürchten eine Konkurswelle.

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