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Touristenschwärme bleiben aus – trotzdem feiert Lichtfestival Erfolge
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Luzerner Festival wird nächstes Jahr weitergeführt Touristenschwärme bleiben aus – trotzdem feiert Lichtfestival Erfolge

3 min Lesezeit 20.01.2019, 19:40 Uhr

Für das erste Lichtfestival Lilu wird positive Bilanz gezogen. Dies, obwohl das eigentliche Ziel, Touristen im Januar nach Luzern zu locken, wahrscheinlich nicht erfüllt wurde. Trotzdem soll das Festival nächstes Jahr erneut durchgeführt werden – mit neuem Ticketsystem und mehr Partnern.

Das erste Lilu-Lichtfestival Luzerns geht diesen Sonntag zu Ende. Zehn Tage lang wurden insgesamt 17 Orte oder Gebäude in der Luzerner Altstadt durch verschiedene Lichtinstallationen in neues Licht gerückt. Tourismusdirektor Marcel Perren gibt sich selbst zufrieden mit der ersten Ausgabe des Lichtfestivals und fasst zusammen: «Das erste Lichtfestival ist sehr gut angekommen, wir haben viel positives Feedback erhalten», so Perren.

Das Festival soll von nun an jährlich im Januar durchgeführt werden und vor allem eins: Das Januarloch in den Taschen der Luzerner Hotels mit Touristen stopfen. Denn im Januar werden laut Luzern Tourismus mit Abstand am wenigsten Zimmer gebucht. Dem soll das Lilu von nun an Abhilfe schaffen.

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Ob jedoch tatsächlich mehr Touristen wegen des Lichtfestivals nach Luzern gekommen sind, bleibt noch unklar. «Es werden jedoch vermutlich nicht tausende sein», schätzt Perren und fügt an: «Bei der ersten Ausgabe haben wir auch nicht mit vielen Zusatznächten gerechnet.»

Auch dezent gehaltene Lichtinstallationen lassen Orte in der Luzerner Altstadt in neuem Licht erscheinen.

Auch dezent gehaltene Lichtinstallationen lassen Orte in der Luzerner Altstadt in neuem Licht erscheinen.

(Bild: Gabriel Ammon / AURA)

Denn wie Erfahrungswerte vom schon oft durchgeführten Lichtfestival in Lyon zeigen, braucht es mindestens drei Jahre Anlaufzeit, bis sich ein derartiger Event über lokale oder nationale Grenzen hinweg etablieren kann und auch tatsächlich zusätzliche Übernachtungsgäste bringt. Eine genaue Bilanz könne deshalb erst nach mehreren Jahren gezogen werden.

Rund 7’000 Tickets verkauft

Trotz diesjährigem Ausbleiben von Touristenschwärmen wird eine positive Zwischenbilanz gezogen. Viele Lichtshows während des Festivals waren ausverkauft. Besonders die Lichtinstallation «Genesis» mit Musik von Wolfgang Sieber in der Hofkirche sei ein grosses Highlight gewesen. Aber auch die Feedbacks zu den restlichen Installationen waren laut Perren positiv (zentralplus berichtete).

Rund 7’000 Tickets sind für die Installation in der Hofkirche verkauft worden, was die Organisatoren zwar erfreut, jedoch auch vor Herausforderungen stellte. Immerhin mussten innerhalb kurzer Zeit 200 Leute aus der Kirche befördert werden, um den 200 Personen, die an die nächste Vorführung wollten, Platz zu machen – eine logistische Meisterleistung.

«Mit einer derartigen Nachfrage hätten wir zuerst nicht gerechnet», so Perren. Besonders bei diesen Shows oder Rahmenprogrammen, die im Unterschied zu sonstigen Installationen des Lilu nur mit einem Ticket zugänglich sind, sollen für nächstes Jahr einige Änderungen vorgenommen werden. «Es soll für nächstes Jahr ein Online-Ticketing eingerichtet werden», verrät Perren. Für die Ausführung 2020 wird, so Perrens Einschätzungen, ein Projektbudget von über 500’000 Franken zur Verfügung stehen.

Gleicher Kurs für nächstes Jahr

Der grundsätzliche Kurs soll jedoch beibehalten werden und es soll erneut vor allem auf nationale und lokale Künstler gesetzt werden, so Perren: «Es sollen mehr Partner, die das Festival unterstützen, gefunden und so der Fortbestand des Festivals gesichert werden.» Unter anderem wäre das Luzerner Theater ein idealer Partner, um das Festival an eine noch breitere Masse vermitteln zu können.

«Eine Installation wurde sprichwörtlich vom Winde verweht.»

Marcel Perren

Grundsätzlich zeigt sich Perren jedoch sehr zufrieden mit dem Verlauf des Events. Nur ein Kunstprojekt gleich neben der Luzerner Theater-Box konnte nicht wie geplant durchgeführt werden. «Die Technik hat nicht mitgemacht und die wolkenartige Installation hat dem Wetter nicht standgehalten», erzählt Perren und fügt lachend an: «Diese wurde sprichwörtlich vom Winde verweht.»

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