Take-Away-Abfall: Werkdienst der Stadt Kriens schiebt Sonderschichten
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Die Stadt Kriens stellt mehr Abfallkübel auf im Kampf gegen Littering. (Bild: Stadt Kriens)

Kaum ist’s warm, wird’s dreckig Take-Away-Abfall: Werkdienst der Stadt Kriens schiebt Sonderschichten

2 min Lesezeit 2 Kommentare 24.04.2021, 09:10 Uhr

Wenn die Temperaturen steigen, halten sich wieder vermehrt Menschen draussen auf. In Kriens zeigt sich das an den Abfall-Bergen, die liefen bleiben. Die Stadt reagiert und stellt dort, wo sich oft Menschen aufhalten, zusätzliche Abfalleimer auf.

Die Corona-Pandemie hat «unschöne Folgen für das Stadtbild» in Kriens. «Immer häufiger werden die Reste der oft improvisierten Art der Outdoor-Verpflegung achtlos liegengelassen: Pizzaschachteln und Gefässe, Trinkbecher, Papiersäcke, Getränkeflaschen, Alupapier…», heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde.

Leerungstouren wurden verdoppelt

Das bekomme das Team des Werkunterhalts der Stadt Kriens zu spüren. Die Abfallmengen seien markant gestiegen. «Wir haben unsere Touren stark aufs Wochenende ausgerichtet,» wird Hans Fankhauser, der Leiter des Krienser Werkunterhalts, in der Mitteilung zitiert.

Aber: «Je länger die Situation mit Corona dauert, desto genauer wissen wir, wo die Abfalleimer überlastet sind.» Deshalb wurden die Leerungstouren dort verdoppelt. Dazu wurden an besonders stark frequentierten Lagen wie etwa auf dem Dorfplatz zusätzliche Abfalleimer aufgestellt. «Letztlich müssen wir diese zusätzlichen Touren aber mit dem gleichen Personalbestand betreiben wie vorher,» so Hans Fankhauser. Und dies zusätzlich zu allen anderen Aufgaben.

Wenn Kübel voll ist, ist er voll

«In Ausnahmefällen wie etwa über Ostern können wir auch an Feiertagen Leerungstouren machen. Aber diese Ressourcen fehlen uns dann unter der Woche – weil wir ja nicht mehr Personal zur Verfügung haben», so Fankhauser.

Er bittet deshalb um Mithilfe: «Ist ein Abfalleimer mal voll, bitten wir die Bevölkerung, den Abfall nicht neben die Eimer zu werfen, sondern an einem anderen Eimer mit Platz – oder sogar zu Hause zu entsorgen.» Dazu wurden in den letzten Tagen zusätzliche Abfalleimer aufgestellt. Sie sind als vorübergehende Massnahme gedacht und sollen das Entsorgungssystem insgesamt entlasten.

Weniger Abfalleimer, weniger Abfall

Die Hotspots des Litterings befinden sich im Stadtzentrum selber rund um den Dorfplatz, aber auch in siedlungsnahen Erholungsgebieten auf dem Sonnenberg oder im Schachenwald. Beim Otto-Eder-Platz auf dem Sonnenberg hat die Stadt vor einem Jahr nach mehrmaliger Vermüllung die Abfalleimer entfernt. Mit der erstaunlichen Feststellung, dass seither dort eine spürbare Besserung eingetreten ist, weil Abfall wieder nach Hause genommen wird.

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2 Kommentare
  1. Hanswurst, 25.04.2021, 09:26 Uhr

    Interessant: Vor Jahren mussten Mitarbeiter von McDonalds in einem erheblichen Perimeter um deren Lokale Abfälle einsammeln. Während unter der Egg derzeit vorbildlich Abfallbehälter für das ohnehin fragwürdige Einweggeschirr stehen, kann es sich Bachmann u.A. am Schweizerhofquai offensichtlich leisten, weder seine überall herumliegenden, pinkigen Abfälle einzusammeln, noch den zitierten Drecksack aufzustellen. Die Mitarbiter des Strassenverkehrsamts kennen dies und die Reichweite der pinkigen Abfälle wohl sehr genau. Tja, offenbar darf sich Bachmann mit seinem über den ganzen Lockdown unbehindert geöffneten, sehr rentablen Verkaufsstand erkannter Privilegien erfreuen, die anderen vorbehalten sind – auch z.B. was Buvetten etc. anbelangt.

  2. Urs_P, 24.04.2021, 10:49 Uhr

    Am Quai brauchts Drechsack-Behälter wie an der Fasnacht. Dann gehts problemlos.

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