Schweighof zieht vor allem Stadtluzerner an
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Aus der Stadt Luzern zogen besonders viele neue Mieter in den Schweighof.

85 Prozent vermietet Schweighof zieht vor allem Stadtluzerner an

2 min Lesezeit 3 Kommentare 24.06.2020, 18:52 Uhr

Trotz der Corona-Pandemie verzeichnete das neue Quartier Schweighof in Kriens in der Vermietung eine grosse Dynamik. Die interne Mieterauswertung weist zudem auf, dass fast jeder dritte Mieter des Schweighofs aus der Stadt Luzern zugezogen ist. 

Zügeln in Zeiten von Corona warf viele Fragen auf. Obwohl es keinen offiziellen Umzugsstopp gab, wurde damit gerechnet, dass viele Mieter auf einen Wohnungswechsel verzichten werden. Im Schweighof in Kriens war jedoch das Gegenteil der Fall, wie es in einer Mitteilung heisst. Vor allem in den letzten Monaten ist in der Wohnungsvermietung eine grosse Dynamik entstanden, mit wöchentlich neuen Vertragsabschlüssen. Bereits 85 Prozent der Wohnungen im Schweighof wurden vermietet. 

Überraschend für die Immobilienfirma Arlewo, die Vermieterin des Schweighofs, ist auch, dass fast ein Drittel der neuen Mieterinnen aus der Stadt Luzern zugezogen sind. Etwa 23 Prozent der Mieter wohnten bereits in Kriens. Der Schweighof ist auch beliebt bei Personen, die nicht aus der Region Luzern stammen. So zogen viele Menschen aus Obwalden, Nidwalden, Zürich und dem Ausland in den Schweighof. Zudem ist rund die Hälfte der Bewohnerinnen 30 Jahre alt oder jünger. 

Weniger Kinder als erwartet

Wie die «Luzerner Zeitung» berichtete, rechnete die Stadt Kriens mit einem grossen Zuzug von Kindern in den Schweighof. Die Befürchtung des Bildungsdepartements, dass die Schulen im Quartier an die Grenzen ihrer Kapazitäten kommen, traf bis jetzt nicht ein. Bis heute leben in den insgesamt 300 Wohnungen gerade einmal 44 Kinder und Jugendliche wobei nur 22 davon, unter 16-Jahren sind. 

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3 Kommentare
  1. Hans Hafen, 25.06.2020, 09:57 Uhr

    Man munkelt, es seien sogar viele bestens ausgebildete, gut verdienende, wohlgelaunte und gutaussehende Stadtluzerner darunter, die ihre pittoresken Altbauwohnungen mit Riemenparkett, Gusseisengeländer, Stukkdecke und uralten Bäumen im Garten, reihenweise und leichten Herzens aufgeben und Richtung Schweighof davonschwadronieren! Weil, das ist der letzte avantgardistische Schrei, total in, the place to be und einfach nur eine total kugelrunde Sache, so in der Platte zu wohnen! Es sieht zwar aus, wie eine unbewohnte Trabantensiedlung, aber hey, der Schein kann auch total trügen. Es ist alles nicht so, wie es scheint und mit eigenen Augen überprüft werden kann. Die Bewohner sind halt ökologisch voll verantwortlich und lassen deshalb bei Dunkelheit die Innenbeleuchtung ganz gerne ausgeschaltet.

  2. Kurt Flury, 25.06.2020, 09:21 Uhr

    Darum braucht es die Begrenzungs-Initiative.
    Vom künstlichen Wirtschaftswachstum dieser Umsiedlungs-Politik profitieren nur ganz, ganz wenige. Wir, die Allgemeinheit, sind nur Zuschauer und zahlen die notwendige Infrastruktur zum Leben, erdulden und ertragen die verbundenen Inkonvenienzen wie Dauerstaublockade, warten/anstehen, Überfüllung, exorbitante Preise für Mieten und Eigenheime, Umweltbelastung bis zum Abwinken, Verbetonierung der Landschaft um nur einige Beispiele zu nennen, welche die Lebensqualität in der Schweiz kontinuierlich errodieren lassen.

  3. Kasimir Pfyffer, 25.06.2020, 08:44 Uhr

    Was für eine Überraschung. Dabei hätte ich gewettet, dass Familien mit Kindern unbedingt in ein hässliches Gewerbegebiet ohne schlaue ÖV-Anbindung ziehen wollen. Die Umgebung dort ist so herzerfrischend schön, von Aldi und Autogarage über McDonald’s bis zum Elektrogeschäft. Wer möchte schon nicht dort wohnen?

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