Jetzt Community-Mitglied werden und profitieren!
Ruedi Lustenberger tritt ab
  • Politik
  • Politik
Nach einer 24-jährigen politischen Karriere will Ruedi Lustenberger nicht mehr als Nationalrat kandidieren. (Bild: zvg)

CVP-Schwergewicht Ruedi Lustenberger tritt ab

2 min Lesezeit 26.03.2015, 07:35 Uhr

Alt-Nationalratspräsident und CVP-Nationalrat Ruedi Lustenberger wird bei den Nationalratswahlen im Herbst nicht mehr kandidieren. Es sei Zeit für eine Veränderung, sagt er gegenüber zentral+. Langweilig werde es ihm jedoch nicht.

«24 Jahre in der Politik ist eine lange Zeit», sagt Ruedi Lustenberger gegenüber zentral+. «Der Zeitpunkt für eine Veränderung ist nun gegeben.» Dieser sei sowohl für ihn persönlich als auch für die Partei wichtig. «Damit Junge nachrücken können, müssen die Alten abtreten», lacht er. Nach 16 Jahren im Nationalrat sei es nun an der Zeit, etwas kürzer zu treten. Bereits vor drei Jahren hat sich der 65-jährige Unternehmer auch aus dem Berufsleben zurück gezogen.

«Mich wird man wieder vermehrt mit dem Feldstecher im Napfgebiet antreffen.»
Ruedi Lustenberger, Alt-Nationalratspräsident und CVP-Nationalrat 

Unterstütze Zentralplus

Die gewonnene Zeit will der Romooser vermehrt in der Natur verbringen. «Mich wird man wieder vermehrt mit dem Feldstecher im Napfgebiet antreffen», sagt der passionierte Jäger und Naturfreund. Auch freue er sich darauf, mehr Zeit für seine Frau Marie-Theres und seine fünf erwachsenen Kinder zu haben. Aber ganz aus der Öffentlichkeit zurückziehen will sich Lustenberger dann doch nicht: Er bleibt als Präsident des Schweizerischen Schreinermeisterverbandes und anderen Mandaten beschäftigt. «Langweilig wird es mir bestimmt nicht», lacht er.

Vom Entlebuch bis auf die internationale Bühne

Eine vielseitige Karriere

Die politische Karriere von Ruedi Lustenberger war abwechslungsreich: Von 1991 bis 1999 war er Mitglied des Grossen Rates des Kantons Luzern, den er 1999 auch präsidierte. Auf Anhieb wurde er im Herbst 1999 in den Nationalrat gewählt; von 2001 bis 2005 war er zudem Präsident der CVP des Kantons Luzern. 2014 bekleidete er als Nationalratspräsident das Amt des «höchsten Schweizers». Im nationalen Parlament entwickelte sich Lustenberger zum eigentlichen Generalisten mit einem Flair für die Staatspolitik. Er präsidierte sowohl die Kommission Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) wie auch die Geschäftsprüfungskommission (GPK).

«Mit Lustenberger tritt ein verdienter Staatspolitiker ab», heisst es in der Mitteilung seiner Parteikollegen von der CVP. Man sei ihm sehr dankbar für seine Verdienste und seinen unermüdlichen Einsatz für die Eidgenossenschaft und den Kanton Luzern. «Sein Markenzeichen ist die natürliche Begeisterung für die Politik, welche beim Philosophieren über die nationale Geschichte, die direkte Demokratie und den föderalen Staatsaufbau geradezu ansteckend wirkt.»

Man habe es Lustenberger nie angemerkt, dass das Amt als Ratspräsident und Nationalrat oftmals auch Druck und Belastung mit sich bringt. «Im Gegenteil − das Präsidialjahr und das Leiten des Parlamentes erledigte er mit Charisma, Humor und einer natürlichen Nähe zu Land und Volk», heisst es weiter. Sein Auftreten als Staatsmann sei von seiner Heimat im Entlebuch bis hinauf auf die internationale Bühne spürbar gewesen.

Was ist Ihre Meinung zum Artikel? Nutzen Sie die Kommentarfunktion!

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

In diesen Artikel haben wir viel Zeit investiert. Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare