Regionales Leben
Luzerner Konzerthaus kämpft seit Wochen gegen Vandalen

Schüür-WC von FCL-Fan versprayt – Kollektivstrafe droht

Seit Wochen kämpft das Konzerthaus gegen Vandalismus. (Bild: Schüür via Facebook)

Ein Herren-WC des Konzerthaus Schüür wurde verschandelt. Ein FCL-Fan hat sich mit der Spraydose ausgelebt. Die Betreiber kochen vor Wut und geben dem Täter bis heute um 15 Uhr Zeit, sich freiwillig zu stellen. Falls er sich nicht meldet, droht eine Kollektivstrafe.

Seit Wochen wird das Luzerner Konzerthaus Schüür von Vandalen heimgesucht. Die Herren-Toiletten sind von Graffiti-Attacken betroffen.

Immer wieder muss das Schüür-Personal zum Farbeimer greifen und die Schmierereien entfernen. Die Wände bleiben laut den Betreibern meist nicht lange jungfräulich.

Nun platzt Betreibern der Kragen

In ihrer Mitteilung auf Facebook schreibt die Schüür: «Schnauze voll. Letzter sein ist nicht peino. Das ist Sport. Vandalismus ist aber rächt peino. Ziemlich fest.»

In der Vergangenheit war das Konzerthaus auch schon die Bühne für eine Fan-Plattentaufe. Die Liebe zwischen der Schüür und der FCL scheint mit dieser Aktion abgekühlt zu sein: «Hat die Schüür Lust, ein allfälliges neues FCL-Album in der Schüür zu taufen wie anno damals? Nö. Wegen dir nicht!», schreiben die Betreiber auf Facebook.

Die Pandemie bedeutet für Eventveranstalter einen immensen Mehraufwand. Da noch zusätzlich ständig eine Toilette neu zu streichen, frustriert. «Hat die Schüür Lust, die noch strengeren Massnahmen in Sachen Corona umzusetzen, damit DU tanzen kannst? Nö, im Moment nicht!.»

Es droht eine Kollektivstrafe

Die Schüür gibt dem Vandalen nun bis heute drei Uhr am Nachmittag Zeit, für seine Schmierereien grade zu stehen. Wenn er sich meldet und sein aktuelles «Kunstwerk» selbst entfernt, ist die Geschichte gegessen. Wenn sich keiner meldet, droht die Schüür mit einer Anzeige und zusätzlich mit einer Kollektivstrafe.

«Zusätzlich werden wir bis auf Weiteres jedem auch nur im Ansatz erkennbaren FCL-Fan den Zutritt zur Schüür verweigern»

Schüür via Facebook

Die Schüür sucht zusätzlich Zeigen und belohnt auch die Detektivarbeit. Wer den Täter verpfeift, bekommt eine Saisonkarte.

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