«Dialog Luzern» hat eine neue Funktion

Die Stadt Luzern will die Menschen zusammenbringen

Mitspieler für ein Plausch-Turnier gesucht? Eine solche Suche wäre künftig auf der städtischen Plattform «Dialog Luzern» möglich. (Bild: Adobe Stock)

Bisher habe die Interaktion unter den Einwohnern der Stadt Luzern auf der Plattform «Dialog Luzern» gefehlt. Die Stadt will das mit einer neuen Funktion ermöglichen. Wer Helfer für ein Projekt oder zum Sport treiben sucht, kann dies neu auf der Plattform kundtun.

Auf der städtischen Plattform «Dialog Luzern» kann die Bevölkerung an Projekten mitwirken, so etwa mit einer Abstimmung über die Zwischennutzung auf dem Inseli (zentralplus berichtete). Die Plattform gibt es seit mittlerweile zwei Jahren. Jetzt teilt die Stadt Luzern mit, dass die Plattform eine neue Funktion namens «Miteinander» hat. Das Ziel ist, Einwohner im Grossraum der Stadt Luzern besser zu vernetzen, indem die Stadt ein weiteres Instrument zur Selbstorganisation zur Verfügung stellt.

Interaktion zwischen den Einwohnern hat bisher gefehlt

Simon Rimle, Kommunikationsleiter der Stadt Luzern, begründet die Neuerung: «Bis jetzt war Dialog Luzern eine Plattform für die Kommunikation zwischen Personen und Projektverantwortlichen oder zwischen Personen und Vereinen. Gefehlt hat die Interaktion zwischen den Menschen untereinander.»

Die neue Funktion «Miteinander» funktioniert wie folgt: Benötigt eine Einwohnerin für ein Vorhaben noch weitere Personen, kann man nach diesen auf der Plattform suchen. Möglich ist vieles. Simon Rimle nennt ein Beispiel: «Wenn jemand eine Band gründen will und dafür noch einen Saxophonisten braucht, dann kann er das über die neue Funktion.»

«Es ist ausgeschlossen, dass es zu einer Dating-Plattform, einem Jobmarkt oder etwas Kommerziellem wird.»

Simon Rimle, Kommunikationsleiter Stadt Luzern

Eine Person möchte eine Selbsthilfegruppe zum Thema Migräne gründen

Die Plattform ist seit einem Tag online. Bereits sind zwei Einträge aufgeschaltet. Eine Luzernerin ist etwa auf der Suche nach Personen, die mit ihr eine Austauschgruppe zum Thema Migräne gründen möchten. Eine andere sucht «Kreative Mitmenschen» für ein Musical-Projekt. Gedacht sei die Plattform insbesondere für Personen, die nicht in einem Verein aktiv sind, sagt Rimle.

Die Plattform hat aber klare Beschränkungen, hebt Rimle hervor: «Es ist ausgeschlossen, dass es zu einer Dating-Plattform, einem Jobmarkt oder etwas Kommerziellem wird.» Die Stadt werde daher genau beobachten, was auf der Plattform aufgeschaltet wird.

Stadt Luzern wird Einträge auf der Plattform genau analysieren

Das neue Instrument hat zum Ziel, die Zivilgesellschaft zu stärken und die Stadt zu beleben. Würde sich herausstellen, dass die Einträge dieses Ziel verfehlen, werde die Stadt reagieren. «Daher hat das Projekt einen gewissen Pilotcharakter, obschon wir fest davon ausgehen, dass wir es durchziehen», so der Stadtluzerner Kommunikationsleiter Simon Rimle.

Verwendete Quellen
  • Telefonat mit Simon Rimle, Leiter Kommunikation, Stadt Luzern
  • Medienmitteilung der Stadt Luzern
  • Einträge auf «Dialog Luzern»
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2 Kommentare
  • Profilfoto von Armin Tamzarian
    Armin Tamzarian, 18.03.2023, 10:52 Uhr

    Ist «Menschen zusammenbringen» eine Aufgabe des Staates?
    Lesen wir bei Locke nach, kommt man zum Schluss: Nein.
    Dafür wäre es primäre Aufgabe des Staates, die Freiheit und Sicherheit des Bürgers zu gewährleisten. Doch da kommt seit einiger Zeit nur noch, nett formuliert, warme Luft….

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  • Profilfoto von Marie-Françoise Arouet
    Marie-Françoise Arouet, 18.03.2023, 08:30 Uhr

    Überflüssig wie ein Kropf! Eine weitere Top-Down-Massnahme, in einem Feld, das sich gemeinhin selber organisiert. Dazu mit der Beschränkung auf die Stadt ausgesprochen provinziell. Zensur kommt noch dazu; die Stadt wird „genau beobachten“, was aufgeschaltet wird. Die Obrigkeit und deren Verwaltung sollen aufhören „die Zivilgesellschaft zu stärken“ und „die Stadt zu beleben“.

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