Pflegekosten in der Stadt Luzern gesunken
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Das Alters- und Pflegeheim Eichhof in Luzern. (Bild: zvg)

Nun hilft die Stadt den Nachbargemeinden Pflegekosten in der Stadt Luzern gesunken

2 min Lesezeit 13.01.2020, 07:02 Uhr

Die Stadt hat es dank einer spezialisierten Geschäftsstelle und verschiedenen sozialen Projekten geschafft, die Gesundheitskosten zu senken. Jetzt sollen auch ihre Nachbargemeinden von den positiven Erfahrungen profitieren.

Wenn die Pflegekosten einer Person zu hoch sind, damit sie vom Versicherten und der Krankenkassen gestemmt werden können, muss in der Schweiz die Gemeinde für die so genannte «Restfinanzierung» aufkommen. Das kann die Budgets der Kommunen stark belasten. 36 Millionen Mehraufwand bedeutete dies für die Stadt Luzern für 2015.

Doch die Stadt hat die Schwierige Aufgabe gemeistert und die Kosten senken können, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet. So schlugen für 2018 «nur» noch 33 Millionen Franken zu Buche.

Kriens und Emmen bisher erfolglos

Laut dem Stadtluzerner Sozialdirektor Martin Merki (FDP) hat diese Entwicklung mehrere Gründe. So habe man Überkapazitäten bei den Pflegeheimen abgebaut. Die Auslagerung der städtischen Heime 2015 habe zudem zu mehr Wettbewerb und mehr Kostentransparenz geführt. Dies wirkte offenbar kostensenkend – die Stadt musste seltener für offene Beträge aufkommen.

Andere Gemeinden wie Kriens und Emmen haben die Heime auch ausgelagert, der erwünschte Effekt blieb aber aus. Was macht die Stadt also besser? Ein wichtiges Mittel ist gemäss Merki die Kontrolle der von den Pflegedienstleistern in Rechnung gestellten Tarife. Oftmals stellt sich nämlich heraus, dass die Leistungen zu teuer berechnet werden. Das sei jedoch meist kein böser Wille, betont Merki.

Jetzt hilft die Stadt ihren Nachbarinnen

Die Stadt Luzern hat daher ein «Kompetenzzentrum Pflege» ins Leben gerufen. Hier wird geprüft, ob die Leistungserbringer ihren Aufwand korrekt berechnet haben. Wird ein Tarif als zu hoch eingeschätzt, wird mit der betreffenden Institution verhandelt, bis man zu einer Einigung kommt. Ab Frühling 2020 wird das städtische Kompetenzzentrum die Tarife auch im Auftrag von mehreren Nachbargemeinden überprüfen, darunter Emmen.

Dass die Kosten in der Stadt gesunken sind habe aber auch damit zu tun, dass Projekte wie die Nachbarschaftshilfe «Vicino» oder Betreuungsgutscheine ins Leben gerufen wurden, sagt Stadtrat Merki. Alte Menschen können so länger zuhause bleiben.

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