Stadtluzerner Dekanat fordert Öffnung der Kirche

Was würde Jesus tun? Diese Frage stellte das Dekanat Luzern-Stadt bei Fragen zu Ehe, Partnerschaft und Familie. Das Dekanat schlägt zuhanden der Schweizer Bischöfe vor, das Kirchenrecht zu überarbeiten. «Es soll sich am Leben und der Lehre von Jesus orientieren und auch an der autonomen Moral, dem eigenen Gewissen als letzter Instanz», teilt das Dekanat in einem öffentlichen Schreiben mit. Richtschnur für kirchliches Handeln sei das Evangelium, nicht das Kirchenrecht.

Das Dekanat Luzern-Stadt fordert nun in einer Stellungnahme an die Schweizer Bischöfe eine Kirche, welche «die Realität der Menschen anerkennen» und deren «Vielfalt wertschätzen» müsse. Es gelte eine «Willkommenskultur» für alle zu entwickeln, auch für Homosexuelle, geschiedene Wiederverheiratete, Alleinerziehnde oder bireligiöse Paare. Anlass für die Stellungnahme des Stadtluzerner Dekanats an die Schweizer Bischöfe sind die «Synodengespräche». Diese dienen als Vorbereitung der römischen Bischofssynode zu Ehe und Familie vom kommenden Herbst. Äussern durften sich alle Menschen, die am Thema interessiert sind. Nun sei der Mut der Bischöfe gefragt. Das Schreiben schliesst mit der Aufforderung, die Menschenrechte auch innerhalb der Kirche anzuerkennen.

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