Sorge um Kontingente

Der Bundesrat kürzt die Kontingente für Fachkräfte aus Drittstaaten. Der Entscheid komme in Zug nicht gut an. Sowohl ansässige international tätige Konzerne wie auch die Politik zeigen sich besorgt. 

So gehe Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel davon aus, dass es mit dieser Kürzung im nächsten Jahr zu Engpässen kommen wird, wie die «Neue Zuger Zeitung» am Sonntag berichtete. Michel mahne ausserdem, dass solche Entscheide immer auch einen psychologischen Effekt hätten. «Dies spüren wir unmittelbar im Gespräch mit international tätigen Firmen. Viele reagieren sensitiv auf Veränderungen der Rahmenbedingungen.»

Keine Begeisterung

Seitens der Konzerne sei man von dem Entscheid in der Tat nicht begeistert. «Wir haben den Entscheid mit Bedauern zur Kenntnis genommen, weil jede Einschränkung der Personenfreizügigkeit Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort hat», sage etwa Eray Müller, Mediensprecher bei Siemens Building Technologies. «Enttäuscht» sei auch die Rohstoffbranche. «Die Rohstoffbranche ist sehr global tätig. Und deshalb werden Mitarbeiter aus Drittstaaten wie etwa China, Brasilien, Russland, Indien oder Südostasien immer wichtiger», erkläre Martin Fasser, Präsident des Zuger Rohstoffverbandes.

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