Luzerner Senioren greifen zur Knarre

Die Luzerner Polizei verzeichnete in den letzten Jahren einen massiven Anstieg bei den Waffen-Erwerbsscheinen. Was auffällt: Vor allem Senioren legen sich Pistolen oder Gewehre zu.

Die Luzerner Polizei hat 2010 rund 900 Waffenerwerbsscheine ausgestellt, im vergangenen Jahr waren es 1500. Seit 2009 hat sich die Zahl der Gesuche gar verdoppelt. Viele Leute würden sich eine Waffe kaufen, weil sie Angst haben und sich schützen wollen, sagt Josef Rust, Chef des Fachbereichs Waffen und Sprengstoff bei der Luzerner Polizei gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung» (NLZ). Auch für dieses Jahr sei bereits jetzt eine Zunahme der Waffenerwerbsscheingesuche festzustellen.

Heute sind im Kanton Luzern rund 50 000 Waffen registriert – exklusive solcher von aktiven Armeeangehörigen. In beinahe jedem dritten Luzerner Haushalt lagern demnach Pistolen, Revolver, Sport- oder Jagdgewehre, so die NLZ. Tendenz steigend. Das Bedürfnis nach einer Waffe habe in letzter Zeit nicht nur bei Sportschützen, Jägern und Sammlern zugenommen, sondern vor allem auch bei Privatpersonen. Diese Entwicklung stimme den Fachspezialisten der Polizei nachdenklich. Teils seien die Antragsteller für einen Waffenerwerbsschein in Luzern über 80 Jahre alt. Eine Statistik über das Alter führt Luzern nicht wie auch die meisten anderen Kantone, wie die «NZZ am Sonntag» jüngst berichtete.

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