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Mutter auf offener Strasse verhaftet worden

Luzerner Kirche protestiert gegen Ausschaffung von traumatisiertem Kind

Am 11. November wurde die Mutter von den Behörden auf offener Strasse verhaftet. Die Tochter wurde direkt von der Heilpädagogischen Schule abgeholt. (Bild: zvg)

Die Katholische Kirche Stadt Luzern verlangt den sofortigen Stopp der zwangsweisen Ausschaffung einer Mutter und ihrer traumatisierten Tochter nach Belgien. Rund 20 Vertreterinnen und Vertreter der Kirche sowie Sympathisierende protestieren mit einer Mahnwache vor dem Polizeigebäude in Luzern.

Die Pfarrei St. Leodegar – eine Pfarrei der Katholischen Kirche Stadt Luzern – gewährte L. A. (53) und ihrer Tochter D. (11) aus Tschetschenien Kirchenasyl. Damit habe die Pfarrei verhindern wollen, dass die beiden Asylsuchenden im Rahmen des Dublinverfahrens ein zweites Mal nach Belgien überstellt werden. Die Pfarrei beabsichtigte, das Kirchenasyl so lange aufrechtzuerhalten, bis das Asylgesuch von L. und D. von der Schweiz behandelt werde, teilt die Katholische Kirche Stadt Luzern am Montag mit.

An diesem Montag sei die Mutter von den Behörden auf offener Strasse verhaftet worden. Die Tochter, die aufgrund ihrer Fluchterfahrung schwer traumatisiert sei, sei am frühen Nachmittag direkt von der Heilpädagogischen Schule abgeholt worden. Das Kirchenasyl wird damit hinfällig.

Die Katholische Kirche Stadt fordert den sofortigen Stopp der Ausschaffung von Mutter und Tochter, die vermutlich für Montagabend geplant sei. Dazu wurde eine Mahnwache vor dem Polizeigebäude an der Kasimir-Pfyffer-Strasse in Luzern gebildet.

Wie die «Luzerner Zeitung» berichtete, seien rund 20 Personen vor Ort gewesen, die mit dem Leiter des Amts für Migration sprachen. Das Gespräch habe keine neuen Erkenntnisse gebracht, heisst es weiter. Die Stellungnahme des Kantons stehe noch aus.

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